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Roter Brummer

Anleitung zum Bau von Modulen

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Vorwort

Dieser Lehrgang soll zeigen, wie man Module nach MinMax-Norm baut. Das Ziel soll sein, dass mehrere Nutzer des 3D-Modellbahn Studios gemeinsam an einer Anlage bauen können und schlussendlich ihre Anlagenteile beliebig zu einer großen Anlage zusammenstellen können, ohne dass irgendwelche Übergänge zu sehen sind. Wenn sich also alle Beteiligten an diese (oder andere, gemeinsam gesetzte) Normen halten, wirkt alles wie aus einem Guss.

Der Lehrgang startet beim normalen Startbildschirm des Modellbahn Studios, setzt also keine zusätzlich zu beschaffende Zusatzmodelle voraus. Beginnend mit der Erstellung der Bodenplatte im ersten Kapitel werden nach und nach in den folgenden Kapiteln die notwendigen Schritte zur Erstellung eines Moduls genau erläutert. Ein so gebautes Modul passt dann in jedem Fall an das Modul eines anderen Nutzers, ohne dass eine Ansatzkante sichtbar wird.

Damit dieses Thema auch später noch durchgehend gelesen werden kann, eröffne ich parallel hierzu ein zweites Thema mit dem Titel „Anleitung zum Bau von Modulen – Diskussion“. Ich bitte darum, Anmerkungen, Kritik, Vorstellung eigener Kreationen usw. in dieses Thema und nicht hier hinein zu schreiben.

HG
Brummi

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1. Die Bodenplatte

Nach dem Start des Modellbahn Studios wählen wir im Startbildschirm die Option „Neue Anlage“. Dabei öffnet sich ein kleines Fenster mit den grundsätzlichen Anlageneinstellungen.

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Hier muss als Maßstab die Baugröße 1:87 (H0) und als Einheit Millimeter (mm) eingetragen sein. Bei anderen Einstellungen stimmen sonst die folgenden Beschreibungen nicht mehr.

Die Einträge der Simulationszeit sind optional, die oben zu sehende Voreinstellung des Modellbahn Studios sind aber für die folgenden Arbeitsschritte ganz praktisch.
Nach Bestätigung dieser Einstellung durch Druck auf den OK-Button erscheint dieser Bildschirm:

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Die Bodenplatte wurde durch einen Doppelklick bereits aktiviert. Damit erscheinen ihre Eigenschaften im Eigenschaftsfenster (oben rechts). Um eine bessere Übersicht für die Beschreibung hier zu erhalten, wurde die Ansicht auf freischwebende Fenster eingestellt. Wenn das nicht der Fall ist, liegt das Eigenschaftsfenster unten rechts. An den weiter vorzunehmenden Arbeitsschritten ändert das allerdings nichts.

Im Eigenschaftsfenster ändern wir jetzt die Größe und Plattendicke der Grundplatte.

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Im Eigenschaftsfenster muss in der Kopfzeile das Zahnradsymbol aktiviert sein (grün unterstrichen). Mit einem Klick auf den Button „Bearbeiten“ öffnet sich ein neues Fenster, in dem die Abmessungen der Bodenplatte geändert werden können.

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Wir tragen hier bei Länge a den Wert 1000 und bei Breite b den Wert 300 ein. Da beim Startbildschirm als Längeneinheit mm gewählt worden waren, sind auch diese Maße in Millimetern. Die Rastergröße sollte bei diesen Einstellungen automatisch auf 10mm springen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, müssen wir hier die Rastergröße händisch einstellen.

Nach der Bestätigung dieser Einstellungen mit OK-Button erscheint wieder das vorherige Fenster für die Eigenschaften der Bodenplatte.

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Hier wird jetzt im Auswahlkasten links neben der Beschriftung Boden und Seitenwände ein Haken gesetzt. Damit erscheint darunter die Option der Einstellung zur Dicke der Bodenplatte. Den vor eingestellten Wert von 50mm vergrößern wir auf 100mm und bestätigen dies mit der Return-Taste. Diese Änderung funktioniert nur so. Bei einem einfachen Klick auf die Bodenplatte wird wieder auf den Standardwert zurück gesprungen!

Unsere Bodenplatte sollte jetzt so aussehen:

006.thumb.jpg.448b7469378076147cafa422d993940a.jpg

Zum Abschluss gehen wir noch einmal in das Eigenschaftsfenster der Bodenplatte und wählen dieses mal in der Kopfzeile zum Symbol mit dem kleinen Gizmo (grün unterstrichen).

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Hier müssen zwingend alle Werte für Position und Rotation auf 0 und die Skalierung auf 1 stehen. Ansonsten kann unser fertiges Modul nicht mit anderen Modulen interagieren.
 

Edited by Roter Brummer

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2. Gleisverlegung

Um unser erstes Gleis auf der jetzt fertigen Bodenplatte zu verlegen, wählen wir aus dem Katalog das Bahngleis 1435 aus.

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Im obigen Bild kann man in der Statusleiste sehen, wo dieses zu finden ist: Verkehrswege –> Gleise –> Vorbild-orientiert –> Standardgleis.

Wir ziehen dieses Gleis auf die Platte und gehen in das Eigenschaftsfenster.

009.JPG.ad08c617dfe295ab91dfc4d85479869f.JPG

Dort wählen wir Bearbeiten und gelangen damit in den 3D-Modelleditor.

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Wir ändern bei der Geometrie die Länge des Gleises auf 1000mm. Damit wird das Gleis genauso lang wie die Bodenplatte breit ist. Mit OK werden die Änderungen übernommen.

Im Hauptfenster sehen wir jetzt, dass unser Gleis noch nicht an der richtigen Position ist und auch noch nicht im richtigen Winkel liegt. Deshalb wählen wir in den Eigenschaften den Gizmo in der Statusleiste an (grün unterstrichen).

011.JPG.6fcaa720862e51bf07ca93a30d722659.JPG

Jetzt müssen alle Werte bis auf den letzten Rotationswert auf 0 gesetzt werden. Die Rotation in Richtung z setzen wir auf 90.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass hier, obwohl es ganz einfach ist, absolut korrekte Werte eingetragen sein müssen, weil sonst das Andocken zum nächsten Modul nicht richtig funktionieren wird. Von daher werden alle Werte händisch eingetragen. Durch Verschieben und Drehen des Gleises mit der Maus wird man diese Werte wohl kaum jemals exakt erreichen.

Im nächsten Schritt wird das Aussehen des Gleises geändert. Dazu wählen wir im Eigenschaftsfenster das Pinsel-Symbol in der Statusleiste an.

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Beim oberen ausklappbaren Auswahlfeld wählen wir die Variation „G02 Gleis mit breiten Schwellen“ aus.

Im unteren Auswahlfeld kann man durch Druck auf die drei Punkte entscheiden, ob man eine Textur aus dem Katalog oder aus einer Datei übernehmen möchte. Wir müssen hier, da das Modul ja später mit anderen Nutzern geteilt werden soll, zwingend eine Textur aus dem Katlog entnehmen.

Nachdem der Katalog ausgewählt wurde, gelangen wir in das Auswahlfenster für die im Katalog enthaltenen Texturen.

013.thumb.JPG.44faba5970eb0e284b6da0385b4cdecc.JPG

Wir wählen hier den Ordner „Gleise“ aus und dort weiter die Textur „Holz und Schotter grau 101“. Im Prinzip kann das auch jede andere Gleistextur sein. Ich finde aber, dass diese zum Thema „Eingleisige Nebenbahn“ hervorragende passt. Jeder Nutzer kann ja später auf seinem eigenen Modul-Arrangement den Gleisstil wieder abändern.

Das Eigenschaftsfenster sollte jetzt so aussehen:

014.JPG.bed2350852453d286168530e149c94f6.JPG

Im nächsten Schritt wird das Planum für das Gleis erstellt. Dazu wählen wir im Eigenschaftsfenster wieder das Symbol mit dem Gizmo aus (grün unterstrichen).

015.JPG.9abe31b69c83ad354fe7cfa688aac8db.JPG

Hier stellen wir in der Spalte Position die Höhe z zunächst temporär auf 4mm ein. Dann wechseln wir auf das Symbol mit dem Zahnrad (grün unterstrichen).

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Unten rechts befindet sich der Bereich „Zusätzlich“. Dort kann man das Gelände dem Gleisverlauf anpassen. Die Voreinstellung für die Breite beträgt in H0 100mm. Diesen Wert übernehmen wir. Sollte ein anderer Wert eingestellt sein, muss dort 100 eingetragen werden.

Abschließend wird auf den Button „Gelände anpassen“ gedrückt.

Für den letzten Schritt zur Erstellung des Planums wählen wir noch einmal das Symbol mit dem Gizmo aus.

017.JPG.0a1528f637c28beb8827733965b865d4.JPG

Dort ändern wird die Höhenposition des Gleises von 4mm auf 2,4mm.

Im Hauptfenster sehen wir jetzt ein Holzschwellengleis, das exakt in einen Bahndamm eingebettet ist.
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Edited by Roter Brummer

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3. Texturen auf der Bodenplatte

Durch die Verwendung eines einheitlichen Textur-Schemas kann erreicht werden, dass Module, die von mehreren Nutzern erstellt wurden, nach dem Zusammenfügen noch mehr wie „aus einem Guss“ erscheinen. In diesem Schema werden die verwendeten Texturbilder, deren Skalierung und teilweise deren Position festgelegt.
Wir wählen unsere Bodenplatte aus und wählen in der Kopfzeile des Eigenschaftsfensters das Symbol mit dem Pinsel aus (grün unterstrichen).

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Es wird die Holz-Textur angezeigt, mit der die Bodenplatte momentan belegt ist. Diese soll gegen eine Gras-Textur ausgetauscht werden. Dazu betätigen wir den unteren der drei Buttons neben dem Vorschaubild für die Textur, wodurch wieder das Auswahlfenster für die im Katalog befindlichen Texturen geöffnet wird.

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Hier wählen wir den Ordner „Gelände“ und suchen in diesem die Textur „Gras01“.

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Nach Auswahl dieser Textur und der Bestätigung mit dem OK-Button, sieht unser Modul so aus:

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Die Holz-Textur auf der Oberseite ist der Gras-Textur gewichen. Allerdings ist das Gras viel zu grobkörnig dargestellt. Um das zu ändern, gehen wir wieder in das Eigenschaftsfenster zum Reiter für die Texturen.

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Rechts befindet sich ein Schieberegler. Dieser legt die Skalierung der gewählten Textur fest. Die Voreinstellung ist 1,00. Wir ändern diesen Wert auf 4,00. Das ist nur mit der Maus etwas schwierig genau hinzubekommen. Man kann aber die Feinjustierung auf zwei Nachkommastellen genau mit den Pfeiltasten für den Bildlauf auf und ab vornehmen.
Unser Modul sollte jetzt so aussehen:

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Als nächstes soll der Bahndamm farbig hervorgehoben werden. Wir wählen im Eigenschaftsfenster für die Bodenplatte beim Untermenü für die Texturen zwei neue Texturen aus.

Eine neue Textur für die Anlage legt man an, indem man den oberen der drei Buttons links neben dem Vorschaufenster betätigt.

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Ab jetzt ist die Vorgehensweise dieselbe wie oben mit der Gras-Textur. Wir entnehmen dem Katalog die Textur „Gras mit Steinchen“ und skalieren diese auf den Wert 10,00.

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Dann holen wir noch die Textur „Schotter grau 01“ und skalieren auf den Wert 11,00.

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Zum genaueren Positionieren wechseln wir im Hauptfenster des Modellbahnstudios in die 2D-Ansicht und verschieben die Anlage so, dass sie komplette im Bearbeitungsfenster zu sehen ist.

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Wir markieren erneut die Bodenplatte und wählen im Eigenschaftsfenster den Zeichenmodus aus.

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Zuerst wird die Textur „Gras mit Steinchen“ aufgetragen. Die Eigenschaften für den Pinsel bleiben so, wie sie voreingestellt sind: Pinselgröße 100mm, Verlauf 75%, Deckkraft 100% und Form – Kreis. Nach dem Druck auf den Button „Zeichenmodus“ verschwindet der Gizmo im Bearbeitungsfenster und es kann mit der Maus gezeichnet werden.

Wir fahren mit dem Mauszeiger möglichst genau über die beiden Außenkanten des Gleises und erhalten damit dieses Ergebnis:

031.thumb.jpg.8c20274a6ff962b3ca1e412316406e31.jpg

Dann nehmen wir die Schotter-Textur und fahren genau über die Mitte des Gleises. In der 3D-Ansicht sieht das Ganze dann so aus:

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Edited by Roter Brummer

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4. Der Hintergrund

Bei vielen realen Modultreffen, wo mehrere bis viele Modellbahner ihre Module mitbringen, miteinander verbinden und gemeinsam darauf Fahrbetrieb machen, sieht man gar keine Hintergrundkulissen. Das ist auch insofern verständlich, weil einzelne Module manchmal von beiden Seiten bespielt werden.

In einer virtuellen Modulanlage sieht das ganz anders aus. Einmal wirken Module ohne Hintergrund auf dem Bildschirm etwas karg und zum anderen sind unsere Kulissen von hinten durchsichtig, so dass man ein Modul auch ungestört von der Rückseite aus betrachten kann.

Also bauen wir eine Hintergrund-Kulisse ein. Diese muss, da es ja unterschiedlich lange und geformte Abschnitte gibt, flexibel sein. Wir wählen dafür aus dem Katalog unter Landschaftsgestaltung → Hintergründe das Modell „Wechselkulisse“ aus und ziehen es auf die Arbeitsplatte.

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Im Eigenschaftsfenster werden diese Werte eingegeben:

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Da die Wechselkulisse ein Spline ist, sich also wie ein Gleis verhält, ist es auch hier extrem wichtig, wegen der Passgenauigkeit die Werte exakt so einzugeben. Die Höhe z von -100mm wird später benötigt, wenn z.B. Brücken eingefügt werden. Um die Länge der Kulisse brauchen wir uns hier nicht zu kümmern, das diese mit 1000mm bereits korrekt voreingestellt ist.

Die momentan noch hellblaue Kulisse braucht jetzt noch eine Textur. Diese wählen wir wieder aus dem Texturen-Katalog aus.

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Für ein Motiv im Flachland eignet sich die Textur „Weinberge“ ganz gut. Außerdem gibt es diese auch in einer gespiegelten Form, so dass in einem Modul-Arrangement abwechselnd beide Varianten eingesetzt werden können und so einen unendlichen Hintergrund ergeben.

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5. Vegetation (Teil 1)

Nachdem der Grundaufbau betriebsfähig aufgebaut ist, geht es nun daran, das Modul auszugestalten. Da hierbei immer mehr Modelle auf der Grundplatte positioniert werden, empfiehlt es sich dringend, mit Ebenen zu arbeiten. Das Fenster für die Ebenen kann im Menü „Ansicht“ ein- und ausgeschaltet werden.

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Wenn es eingeschaltet ist, kann man dort neue Ebenen anlegen oder nicht mehr gebrauchte löschen.

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Wir legen zunächst zwei neue Ebenen an: Modulkasten und Gleise. Das Farbschema für die einzelnen Ebenen ist frei wählbar.

Im Eigenschaftsfenster (hier der Bodenplatte) ist oben eine kleine farbige Fläche zu sehen.

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Hier können wir die Zuweisung zu den Ebenen vornehmen. Wir weisen die Bodenplatte und die Hintergrundkulisse der Ebene „Modulkasten“ und das Gleis der Ebene „Gleise“ zu.

Jetzt sollen Bäume auf dem Modul gepflanzt werden. Dazu wählen wir aus dem Katalog das Modell „Buchen“, das sich in der Kategorie Landschaftsgestaltung → Vegetation → Laubbäume befindet und ziehen zunächst ein Exemplar auf die Bodenplatte.

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Es sei dringend empfohlen, sich an dieser Stelle Gedanken über die Framerate eines zukünftigen Modul-Arrangements zu machen. Wenn man sich im Eigenschaftsfenster der Buche den Menüpunkt mit den Modellinformationen aufruft (grün unterstrichen), bekommt man die Dimensionen (links) und die Komplexität des Modells (rechts) angezeigt. Dieses Modell verfügt in der Detailstufe 1 über 2191 Polygone. Das ist nicht wenig. Mit den Pfeiltasten kann man sich auch die Werte für die anderen Detailstufen ansehen und wird feststellen, dass die Anzahl der Polygone immer weniger wird, dennoch sollte man mit einem solchen Modell nicht versuchen, ganze Wälder anzulegen. Das würde ein Modul-Arrangement letztendlich unbespielbar machen, weil der Rechner einfach viel zu viele Polygone abarbeiten muss. Für größere Waldstücke muss man also Modelle mit einer wesentlich geringeren Polygon-Zahl verwenden. Dazu später mehr.

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Die Buche passt als Gattung allerdings sehr gut in das gewählte Thema „Eingleisige Nebenbahn in Norddeutschland“ und soll deshalb verwendet werden. Wir planen aber jetzt schon ein, dass nur einige Exemplare auf die Bodenplatte kommen werden.

Wir legen eine neue Ebene mit der Bezeichnung „Bäume“ an und weisen die Buche dieser zu.

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Am gleichen Farbcode im Eigenschaftsfenster und im Fenster für die Ebenen erkennen wir, dass die Zuordnung korrekt ist. Außerdem wurde die Ebene mit den Bäumen mittels eines Doppelklicks aktiviert. Damit werden alle Modelle, die ab jetzt auf die Platte gezogen werden, dieser Ebene automatisch zugeordnet.

Da die Buchen fünf Variationen beinhalten, ziehen wir noch vier weitere Exemplare auf die Bodenplatte.

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Im Bild sieht man einen positiven Effekt der Zuordnung zu Ebenen. Durch einen Rechtsklick auf die Ebene „Bäume“ konnten alle Elemente dieser Ebene gleichzeitig angewählt werden.

Wir wählen für jede Buche eine andere Variation und geben jedem Baum einen eindeutigen Namen. Es reicht, wenn man sie einfach durchnummeriert. Für die nächsten Schritte ist diese eindeutige Namensgebung zwingend erforderlich.

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Wir schieben die fünf Modelle mit der Maus übereinander, so dass sie ungefähr alle an der gleichen Position sind. Dann wählen wir über die Ebene alle Bäume aus und verschieben sie dahin, wo später ein kleiner Buchenhain entstehen soll.

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5. Vegetation (Teil 2)

Jetzt kommt ein Plugin zum Einsatz.

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Dazu gehen wir im Menü des Hauptfensters auf Plugin → Durchsuchen und gelangen in die entsprechende Auswahl.

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Wir wählen den Unterordner „Planung“ und dort das Plugin „Landschaftsgestaltung. Das Plugin wird durch drücken des blauen Abspielbuttons gestartet. Eventuell erscheint noch ein Sicherheitshinweis, den wir bestätigen können.

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Das Plugin startet in einem eigenen Fenster.

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Jetzt wählen wir mit einem Rechtsklick im Ebenen-Fenster alle Bäume auf der Anlage aus. Im Plugin drücken wir auf Objekt(e) einlesen.

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Unten erscheinen jetzt unsere fünf Buchen. Weiter oben stellen wir für ein kleines Wäldchen die Anzahl der späteren Bäume und daneben die Skalierung auf 10 ein. Alle anderen Einstellungen können bleiben.
 

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5. Vegetation (Teil 3)

Nach dem Start des Plugins befinden sich zehn weitere Bäume auf der Anlage, die aber unterschiedliche Größen und einen unterschiedlichen Rotationswert auf der z-Achse haben.
Im Plugin Fenster betätigen wir den Button „Objekte markieren“ und löschen diese im Hauptfenster von der Anlage. Das Plugin kann jetzt geschlossen werden.

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In der technischen Ansicht werden die zehn Buchen jetzt so angeordnet, dass das Gleis Profil-frei ist. Am besten wirkt es, wenn die Bäume hinter dem Gleis zu stehen kommen.

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Unter Bäume liegt ja meist etwas Laub. Also wählen wir noch eine vierte Textur mit dem Namen „Laub“ aus dem Textur-Katalog aus.

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Wir verändern den Wert für die Deckkraft auf 60%. Die anderen Einstellungen bleiben so, wie sie sind. Die Skalierung wird nach dem Setzen des ersten Laubflecks frei gewählt und kann auch mehrfach geändert werden.

Wir setzen unter jeden Baum einen einzelnen Laubklecks und skalieren die Textur nach Gefühl.

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Wer es jetzt noch auf die Spitze treiben will, formt im Höhenmodus auf der Grundplatte unter jedem Baum einen kleinen Hügel an.

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Das muss nicht unbedingt sein, aber auch hier gilt: Kleine Ursache, große Wirkung.

In einem zweiten Durchgang werden mit dem Plugin im Vordergrund noch Büsche auf genau die gleiche Weise in einer eigenen Ebene gepflanzt.

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6. Detaillierung

Wir legen eine neue Ebene für feinere Details an.

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Auf dieser Ebene sollen sich alle Elemente befinden, die nicht unbedingt für den Betrieb notwendig sind. Später wird beschrieben, warum diese Vorgehensweise ganz praktisch ist.

Zunächst bauen wir einen Hektometerstein.

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Die heißen wirklich Hektometersteine und nicht Kilometersteine, weil sie im Abstand von 200m neben der Strecke aufgestellt sind. Unser Stein besteht einfach aus einem Quader aus den Grundkörpern und zwei transparenten Beschriftungsfeldern.

Als nächstes könnte man ein kleines Anwesen für einen Bahnwärter zusammen stellen.

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Der muss sich wohl um das Signal kümmern.

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Wenn man mit so etwas immer weiter macht, kommen einem beim Stöbern im Katalog immer neue Ideen.

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Der Phantasie sind hier lediglich durch die drohende Framerate irgendwann Grenzen gesetzt.

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7. Gruppierungen und Speicherung

Abschließend soll unser Werk so strukturiert werden, dass es anderen Nutzern zwecks Verwendung in deren eigener Modulanlage ohne weitere Anpassungsarbeiten direkt genutzt werden kann. Dabei werden die Vorteile durch die Verwendung von Ebenen erst richtig deutlich.

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Wir machen alle Ebenen bis auf die Ebene „Modulkasten“ unsichtbar. Das geschieht, indem wir neben den Ebenen, die momentan nicht mehr sichtbar sein sollen, auf das Symbol mit dem Auge drücken, so dass dieses diagonal durchgestrichen ist.

Im Hauptfenster sehen wir danach nur noch den Modulkasten.

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Keine Bange. Alle anderen Modelle sind noch da. Sie sind nur eben nicht sichtbar.
Wir geben der Bodenplatte und der Hintergrund-Kulisse eindeutige Namen. Bei der Bodenplatte ist eventuell ein Doppelklick notwendig, da diese ursprünglich in der Szene fixiert war. Die eindeutige Namensgebung macht es später auf Modul-Arrangements einfacher, auf konkrete Einzelteile zurück zu greifen.

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Wir wählen jetzt alles aus, was im Bearbeitungsfenster zu sehen ist. Bei der Bodenplatte ist wieder eventuell ein Doppelklick notwendig.

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Bei einer solchen Mehrfachselektion wird in der oberen Menüleiste das Symbol für die Gruppierung aktiv. Wir gruppieren damit die ausgewählten Elemente und geben der Gruppe wieder einen eindeutigen Namen.

Auf diese Weise arbeiten wir alle Ebenen ab.

In der Menüzeile gibt es links neben dem Button für die 3D-Ansicht einen Button für die Listenansicht (s.o.).

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Die Listenansicht zeigt uns alle angelegten Gruppen. Diese haben einen Pfeil, mit dem man den Inhalt der Gruppe betrachten kann und als Symbol erscheinen mehrere Blätter, um zu zeigen, das hier untergeordnete Elemente vorhanden sind.
Das Bahngleis kann in diesem Fall keiner Gruppe zugewiesen werden, weil nur ein Gleis existiert.

Wir können jetzt alle Listen nach Belieben noch einmal durcharbeiten und erventuell notwendige Namensänderungen an dieser Stelle vornehmen. Ebenso können wird nach Bedarf auch noch Untergruppen anlegen.

Jetzt folgen die finalen Schritte, um das Modul interaktionsfähig mit anderen Modulen von eventuell ganz anderen Modulbauern zu machen. Dazu vernüpfen wir das Gleis und jede einzelne von uns erstellte Gruppe mit der Bodenplatte.

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Dazu gibt es im Eigenschaftsfenster das Kettensymbol. Wir wählen das Gleis oder eine der Gruppen aus, klicken auf das Kettensymbol und anschließend auf die Bodenplatte. Wenn wir jetzt vorsichtig mit dem Mauszeiger über das Kettensymbol gehen, können wir überprüfen, ob wir richtig mit der Bodenplatte verknüpft haben. Außerdem muss innerhalb der Gruppe „Modulksaten“ noch die Hintergrundkulisse mit der Bodenplatte verknüpft werden.

Als letzte Gruppierung werden jetzt wieder alle so mit der Bodenplatte verknüpften Objekte und Gruppen zu einer einzigen Gruppe zusammengefasst und so benannt, wie das Modul später heißen soll.

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Damit ist das Modul fertig zum Export und es gibt mehrere Möglichkeiten der dauerhaften Speicherung. Wir können z.B. bei ausgewähltem Modul im Hauptmenü „Katalog → 3D-Modelle → Neu aus Selektion“ das Modul unter „Eigene Modelle“ abspeichern.

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Damit ist es aber nicht im Katalog für alle Nutzer erreichbar. Man müsste es also in geeigneter Form anderen Nutzern zukommen lassen. Diese können es dann wie ein normales Modell in ihr eigenes Modul-Arrangement einfügen.

Komfortabler ist daher die Möglichkeit, das Modul nicht als Modell, sondern als Anlage abzuspeichern. Dann kann man z.B. diese Anlage im Forum verlinken. Interessierte Mitstreiter können diese Anlage nun öffnen, das Modul auswählen und über Kopieren und Einfügen dasselbe in ihr Arrangement einfügen.

Der letztgenannte Weg ist auch mit exportierten statt gespeicherten Anlagen möglich. Exportierte Anlagen lassen sich ja direkt hier im Forum in einen Beitrag einfügen. Dort lassen sie sich per Doppelklick bequem direkt aus dem Beitrag heraus öffnen. Die restliche Vorgehensweise ist dieselbe wie bei gespeicherten Anlagen.

Anbei das so gespeicherte Modul als Anlage:

Modul Lehrgang.mbp

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