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Video-Aufzeichnung der eigenen Anlagen


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Hallo,

einige Nutzer des 3D-Modellbahn Studios zeichnen interessante Videos ihrer Anlagen auf und stellen diese auf YouTube zur Verfügung. Bisher wurden diese Videos mit Hilfe von externer Software aufgezeichnet, die entweder den gesamten Desktop oder einen bestimmten Fensterinhalt kontinuierlich aufnehmen. All diese Programme haben jedoch den Nachteil, dass sie entweder den Computer so stark belasten, dass die Aufnahme zu ruckeln anfängt oder aber eine Anlage im 3D-Modellbahn Studio bereits ohne Aufzeichnung nicht in jeder Kameraperspektive immer eine Mindest-Bildrate erreicht und sich dieses Ruckeln ebenfalls im Video wiederfindet.

Mit Hilfe der Steuerschnittstelle stelle ich nun ein Programm zur Verfügung, welches Videos von beliebig komplexen Anlagen aufzeichnen kann und dabei immer eine konstante Bildrate erreicht. Das MBS-FrameCapture-Programm erreicht dies durch eine schrittweise Aufzeichnung des Videos, d.h. die Szene der Anlage wird erst dann weiterbewegt, wenn das aktuelle Bild als Video kodiert wurde. Die Geschwindigkeit der Bewegungen gibt also nicht mehr das 3D-Modellbahn Studio vor, sondern das Capture-Programm, wodurch eine konstante Bildrate erreicht wird, unabhängig der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Dies ermöglicht z.B. die Aufzeichnung von Anlagen-Videos in Full-HD bei 30 Bildern pro Sekunde auch ohne einen High-End PC.

Im folgenden stelle ich kurz die Bedienung des Programms vor:

Framecapture.png

Das Programm verbindet sich über die Steuerschnittstelle mit dem 3D-Modellbahn Studio, erlaubt daher auch die Aufnahme über einen anderen PC. Für die Aufnahme auf dem selben Rechner genügen die voreingestellten Verbindungsdaten, ansonsten muss hier der Name und der Port des Rechners angegeben werden, auf dem das 3D-Modellbahn Studio läuft.

Die Aufnahmeeinstellungen ermöglichen die Konfiguration des Videos:

  • Bildgröße: Gibt die Breite und Höhe des Videos in Pixel an (für Full-HD z.B. 1920x1080, für 720p z.B. 1280x720).
  • Bildrate: Gibt die Anzahl der Bilder an, die pro Videosekunde aufgezeichnet werden sollen.
  • JPEG-Kompression: Gibt die Kompressionsqualität zwischen 0 (hohe Kompression, schlechte Qualität) und 100 (geringe Kompression, gute Qualität) an. Ein hoher Wert führt zu besseren Bildern, erhöht jedoch auch die Dateigröße des Videos.
  • Dateiname: Vollständiger Pfad zur Datei, in die das Video gespeichert werden soll.
  • Aufsplitten nach 1 GB Dateigröße: Gibt an, ob aufgezeichnete Videos automatisch in mehrere Dateien aufgeteilt werden sollen, falls sie größer als 1 GB werden. Diese Option ist häufig notwendig um große Videos anschließend durch Videoschnittprogramme weiter zu bearbeiten.
  • Leerlauf: Optionale Pause in Millisekunden, die zwischen der Aufnahme zweier Bilder eingehalten werden soll. Diese Option hat keinen Einfluss auf das resultierende Video, reduziert jedoch die Geschwindigkeit der Aufnahme und sollte nur dann gesetzt werden, wenn das 3D-Modellbahn Studio nicht mehr schnell genug auf Eingaben reagiert, weil die Videoaufzeichnung alle Ressourcen in Anspruch nimmt.

Nachdem die Aufnahmeeinstellungen gewählt wurden kann die Aufnahme durch Drücken auf "Start" begonnen werden (eine Anlage muss im 3D-Modellbahn Studio geöffnet sein). Es wird nun solange ein Video von der aktuellen Kameraansicht aufgezeichnet, bis auf "Stopp" gedrückt wird. Durch einen Klick auf "Pause" wird die Aufzeichnung pausiert, das Video bleibt jedoch geöffnet. Im Pausemodus kann z.B. die Kameraansicht gewechselt werden, um das Video in einer anderen Ansicht fortzusetzen.

Installation

Das Capture-Programm kann direkt aus dem 3D-Modellbahn Studio heraus gestartet werden. Es ist im Menü "Plugins" unter "Simulation" - "Video-Aufzeichnung" zu finden.

Nachbearbeitung

Die Videos werden im MJPEG-Format aufgezeichnet, jedoch prinzipbedingt ohne Ton. Das MJPEG-Format wird von allen Videoplayern unterstützt, besitzt jedoch eine recht große Dateigröße und ist daher nicht zur direkten Weitergabe geeignet. Häufig werden die aufgezeichneten Videos in einem Videoschnittprogramm weiterverarbeitet und z.B. vertont, wofür sich das MJPEG-Format besser als andere Videokompressionen eignet. Es gibt verschiedene Programme zur Nachbearbeitung des Videos, wie z.B. Camtasia, Magix Video Deluxe, Adobe Premiere oder After Effects aber auch der kostenfreie Windows Movie Maker von Microsoft, der mit Windows ausgeliefert wird. Diese Programme erlauben nicht nur das Hinzufügen von Titeln oder anderen Einblendungen, sondern auch das Zurechtschneiden des Videomaterials sowie die Kompression in ein Format, mit dem das Video geteilt werden kann (z.B. MP4 für YouTube). Wichtig: Die eingestellte Bildrate sollte in der gesamten Videobearbeitungskette beibehalten werden, da sonst Mikroruckler entstehen können.

Viele Grüße,

Neo

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