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togilsaram

Negative Lokgeschwindigkeiten

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Ich habe im Bahnhof 4 Gleise mit Signal. Bei "Rot" gibt es ein "Zug betritt Gleis" bei dem die Lokgeschw. auf einen Wert von 80 gesetzt wird. Beim Haltegleis wird die Speed auf 0 gestzt. Funktioniert alles bestens auf allen Gleien, solange die Lok vorwärts fährt. Wehe eine Lok kommt rückwärts daher. Da funktionierts auch, nur dass dann die Lok mit positiver Speed vom Signal abhaut anstatt draufzufahren. Ich finde keine Lösung, auch im Forum nicht, wie mit negativen Geschwindigkeiten umgegangen werden soll.

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Hallo Schricker47,

wenn Du an einem Halte-Abschnitt Züge mit unterschiedlich ausgerichteten Lokomotiven einfahren lassen möchtest, musst Du das Vorzeichen von deren Geschwindigkeit beim "Zug-betritt-Gleis"-Ereignis abfragen und beim Zuordnen der neuen (Brems-)Geschwindigkeit berücksichtigen. Ich habe dieses Vorgehen bei meiner Gotthard-Anlage praktiziert und mit diesem Beitrag hier im Forum veröffentlicht.

Ereignisdefinitionen für Haltegleis.jpg

Schaue Dir dort bitte einmal die Folge der Ereignis-Definitionen für das "Gleis 01"  an. Insbesondere die Ereignisdefinitionen "ABS01a Einfahrgleis - Gleis belegen" und "ABS01b Bremsgleis - Geschwindigkeit vermindern" sind für Dich relevant, wobei Du diese für Deine Bedürfnissse natürlich "abspecken" kannst.

Wichtig ist, dass Du Dir bei der Einfahrt die Soll-Geschwindigkeit des einfahrenden Zuges merkst, und beim Abbremsen des Zuges vor dem roten Signal dessen Vorzeichen für die reduzierte Geschwindigkeit übernimmst. Beim Starten den Zuges, nachdem das Signal auf Grün umgeschaltet hat, weist Du dem Zug dann die "gemerkte" Geschwindigkeit mit dem richtigen Vorzeichen wieder zu.

Beachte bitte, dass ich bei meinen Ereignisdefinitionen auch Aktionen für "Bedingungen sind NICHT erfüllt" spezifiziert habe.

Viele Grüße
BahnLand

Edited by BahnLand

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Hallole Bahnland,

Danke für die schnelle Antwort. Da muss ich mich erst "durchfressen". Eigentlich wollte ich die EV (Erste Verunsicherung) nicht aufglähen, sondern vereinfachen.

 

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hallo schricker,

nun, BahnLand ist ein absoluter profi im bezug auf die ev.

hier nochmal zur erklärung:

du musst in erfahrung bringen ob dein zug mit positiver >0 geschwindigkeit einfährt.
das kann als bedingung bei zug betritt ein gleis geprüft werden. *

unter aktion hast du die möglichkeit,
- wenn die bedingung erfüllt ist, eine positive bremsgeschwindigkeit und zusätzlich
- unter bedingung nicht erfüllt ist, eine negative bremsgeschwindigkeit einzugeben.

* auch ist es wichtig diese wissen in einer variablen zu speichern

den wenn der zug bei einem durchgangsbahnhof nach halten wieder losfahren soll muss wissen ob mit positiver/negativer geschwindigkeit

soll das jeweilige bahnhofsgleis beidseitig befahren werden - wird es etwas komplizierter.

vg quackster
 

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"wird es etwas komplizierter"

EIn wahres Wort gelassen ausgesprochen. Bis jetzt hat auch alles geklappt, bis ich auf die gloreiche Idee gekommen bin einen Sackbahnhof mit Betriebswerk (Drehscheibe) einzurichten. Man muss halt mal rückwärts aus so einem Teil rausfahren. Fahrst dann auf einen anderen Zug auf auf und dann als Zug ausm Bahnhof, fährt die Lok hat rückwärts. Bei Dampfloks siehts auch noch albern aus, wenn die rückwärts vor einem Rheingoldzug hängt. Ausserdem spinnt dann die gesamte Anlage. Dass es in der Mathematik den Begriff "Betrag" gibt, hat sich zu den Programmieren noch nicht rumgesprochen. Bei der Bearbeitung von Grundplatten hat sich der "Kreis" auch noch nicht rumgesprochen. Ich häng mal meine Anlage an.

Gruß

Mit Betriebswerk neu3.mbp

Edited by schricker47
zu früh abgeschickt

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vor einer Stunde schrieb schricker47:

Dass es in der Mathematik den Begriff "Betrag" gibt, hat sich zu den Programmieren noch nicht rumgesprochen.

Hallo Schricker47,

allein mit dem Geschwindigkeits-Betrag fängst Du nichts an. Du benötigst auch die Richtung. Und die wird eben durch das Vorzeichen repräsentiert.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, würdest Du gerne den Zug immer mit positiver Geschwindigkeit vorwärts fahren lassen, unabhängig davon, mit welcher Orientierung die Lok vor dem Zug steht. Dann müsste man aber die Lok (oder den Triebkopf oder den "angetriebenen" Steuerwagen) mit einem "Fahrtrichtungsschalter" versehen, der die Ausprägung des Vorzeichens an der Lok gegebenenfalls umdreht. Das würde in der Tat die Realisierung der Ereignisverwaltung für Züge mit beliebiger Lok-Ausrichtung einfacher machen.

Allerdings müsstest Du trotzdem an jeder Lok zumindest einmalig bestimmen, was gerade "hinten" und "vorne" ist, und gegebenenfalls den Fahrtrichtungsschalter bedienen, damit die Lok mit "positiver" Geschwindigkeit auch wirklich in die richtige Richtung losfährt. Und du müsstest Dir die eingestellte "positive" Fahrtrichtung abgestellter Loks, deren Orientierung nicht eindeutig durch einen angehängten Zug ersichtlich ist, merken. Also ganz würdest Du um die "Vorzeichen-Behandlung" (das Umlegen des Fahrtrichtungsschalters ist ja im Prinzip nichts Anderes) auch dann nicht herum kommen, wenn es diesen Fahrtrichtungsschalter bereits gäbe.

Frage an Neo:
Wäre es mit überschaubarem Aufwand möglich, einen solchen "Fahrtrichtungsschalter" für angetriebenes Rollmaterial im Eigenschaftsfenster zur Verfügung zu stellen, mit dem einfach die Orientierung des Fahrzeugs umgedreht wird, und der dann auch von der Ereignisverwaltung aus umgeschaltet werden könnte?

Viele Grüße
BahnLand
 

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Vielleicht hab ich mich ebbes ungeschickt ausgedrückt. Da bin ich Spezialist drin.

Meine Anlage hat funktioniert. Erkennbar in der Anlage "Mit Betriebswerk neu3. Auf der rechten Platte ist eine Anlage wie ich sie vor gut 30 Jahren im Keller hatte. Märklin H0 Metallgleise. Bei 4 Zügen musste man an den Stellpulten schnell sein. Im 3D-Modellbahn habe ich die Anlage nachgebaut mit Märklin C Gleissystem. Ich hab auch die Steuerung soweit hinbekommen, dass 4 Züge, ohne größere Crashes fahren konnten. Dann kam ich auf die Idee mit dem Sackbahnhof und Drehscheibe. Damit gingen die Probs los. Wobei die Drehscheibe bestens funktioniert, nachdem ich den "MBS-Drehen" Plugin begriffen hatte. Was ich nicht hinbringe, ist eine vernünftige "Beschickung" der Drehscheibe. Egal welche Lok, die muss rückwärts aus dem SBH raus. Egal, obs zur Drehscheibe geht, oder auf einen anderen Zug im SBH, das Teil steht verkehrt rum da. Damit spinnt die gesamte Signalsteuerung, von der Langsamfahrt bis zum Halt. Nachdem das Signal dann grün wird, kann ich zwar ne negative Speed setzen, hilft aber nix. Ich steh also vor folgenden Problemen:

-- Wie bring ich der EV bei, dass Loks auch rückwärts auf die Drehscheibe drauffahren wollen und eventuell auch rückwärts wieder runterfahren sollen. Ich finde einfach keine Möglichkeit das mit der EV zu steuern. Von Hand, kein Problem.

-- wie bring ich der EV bei, dass alle Loks, ausgenommen Dampfloks da siehsts eh albern aus, auch "verkehrt herum" vor einen Zug durch die Anlage fahren.

Es ist einfach schlecht, dass mit + und - gearbeitet wird. Es gibt der Realität auch keine negative Geschwindigkeit, warum dann hier. Es muss in der Steuerung bei "Zug betritt Gleis" in der Aktion "setze Lokgeschwindigkeit", nur Betrag geändert werden, nicht jedoch das Vorzeichen. Nicht so wie jetzt, dass das Vorzeichen eine Rolle spielt. Kommt ein Zug zum Gleis ist es ja wurscht, ob der positiv, oder negativ daherkommt, er soll nur bei gleichem Vorzeichen mit einem anderen Betrag/Wert weiterfahren. Blöd wirds erst am Signal. Sieh Dir meine Anlage an. Will ich die auch nur einigermassen vernünftig automatisieren, blas ich die EV auf wie einen Luftballon. Das kanns doch wohl nicht sein

Dann mal Grüße aus der Pfalz

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Hallo Schricker47,

 

vor 2 Stunden schrieb schricker47:

Kommt ein Zug zum Gleis ist es ja wurscht, ob der positiv, oder negativ daherkommt, er soll nur bei gleichem Vorzeichen mit einem anderen Betrag/Wert weiterfahren.


wenn ich Dich richtig verstehe, möchtest Du die (heute nicht existierende) Funktion "positive Geschwindigkeit zuordnen, aber bisheriges Vorzeichen beibehalten" verwenden, aber eben ohne den Nachsatz selbst hinzuzufügen (Vorzeichen soll implizit aus dem "Gedächnis" übernommen werden). Dies bedeutet aber, dass Du einen "Wendebefehl" benötigst, mit dem Du der Lok sagen kannst, dass sie ab jetzt in die andere Richtung, also mit dem anderen Vorzeichen fahren soll. Genau das habe ich aber mit der obigen Frage an Neo beschrieben. Solange Neo diese Funktion im Modellbahn-Studio nicht implementiert hat, wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als die Geschwindigkeit beim Eintritt in das betrachtete Gleis mit Vorzeichen abzufragen und dieses deiner neuen Geschwindigkeit (im Betrag) hinzuzufügen.

Bei meinem "Erstlingswerk" im Modellbahn-Studio "20-Zug-Analage (Betrieb)" (im Katalog-Verzeichnis "Mittlere Anlagen") habe ich ebenfalls darauf geachtet, dass die Züge immer mit "positiven" Geschwindigkeiten gefahren wurden. Dadurch hatte ich aber die Einschränkung, dass bei Wendezug-fähigen Zugkompositionen (Triebwagen und Wendezüge) jeweils an jedem Zugende eine Lok oder ein "MBS-seitig motorisierter" Steuerwagen vorhanden sein mussten. Bei einem Fahrtrichtungswechsel wurde dann einfach das Fahrzeug, das angetrieben werden sollte, gewechselt (die Geschwindigkeit wurde stets dem Fahrzeug, das in Fahrtrichtung führte, zugeordnet).  Ein Sonderfall waren die Lok-bespannten Züge, die in meinem Kopfbahnhof einen Lokwechsel benötigten. Hier fährt die "neue" Lok immer "rückwärts" (also grundsätzlich mit negativer Geschwindigkeit) an den Zug, und die abgekuppelte Lok fährt entsprechend "rückwärts" aus dem Kopfbahnhof heraus. Auf dem Bereitstellungsgleis (anstelle einer Drehscheibe) werden die Loks dann "unsichtbar gewendet", sodass die Orientierung der Loks im Kopfbahnhof immer korrekt ist. So haben die Zugloks sowohl der in den Kopfbahnhof einfahrenden als auch der ausfahrenden Züge immer eine positive Geschwindigkeit. Die negative Geschwindigkeitszuordnung bei den Rangierfahrten ist auch immer "fest vorgegeben", sodass es in der Ereignisverwaltung keiner diesbezüglichen Abfragen bedarf. Der gravierende Nachteil dieser "Methode" besteht jedoch darin, dass ich für diese Züge nur "symmetrische" Lokomotiven einsetzen kann, da die anderen Loks nicht "unsichtbar" gewendet werden können.

Bei der Verwendung einer Drehscheibe hast Du dieses letztgenannte Problem nicht. Wenn Du Deine in den Kopfbahnhof einfahrenden Loks grundsätzlich über die Drehschreibe wendest, bevor Du sie wieder vor einen im Kopfbahnhof stehenden Zug spannst, kannst Du ebenfalls alle Züge mit "positiver" Geschwindigkeit fahren lassen. Du kannst dann nur keine der im Modellbahn-Studio vorhandenen Loks um 180° gedreht vor den Zug spannen.

Übrigens:
Vor einem Zug "verkehrt herum" angekuppelte Dampfloks gab es in der Realität sehr wohl - auch Damofloks mit Schlepptender. Denn nicht in allen Endstationen, die von Dampfloks angefahren wurden, gab es eine Drehmöglichkeit. Da musste die Lok dann halt für die Rückfahrt eben "anders" herum vor den Zug gespannt werden. Deshalb waren die Kohlentender im oberen Teil auch schmäler als die "normale" Fahrzeugbreite, damit die Lokführer bei Rückwärtsfahrt am Kohlenkasten des Tenders vorbei auf die Strecke schauen konnten (gilt sowohl für die Schlepptender als auch für die angebauten Kohlenkästen der Tenderloks).

Viele Grüße
BahnLand

Edited by BahnLand

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Hallole,

mal was zu Dampfloks. Durch die Gnade der frühen Geburt, bin ich im Stadtteil Nürnberg Rangierbahnhof aufgewachsen. Mein Vater war Lokführer auf BR 44 und BR 45, die die schweren Güterzüge aus dem Rangierbahnhof Richtung Oberfranken gezogen haben, bis auf Dieselbetrieb umgestellt wurde. Sieht man von Tenderloks ab, war der Kohlentender ein gewaltiges Sichthindernis, auch wenn der oben etwas schmäler war. Vor allem in Rechtskurven kam das besonders zum Tragen und zwang den Lokführer zur "Heizerseite" zu wechseln. Das wiederrum konnte ein Heizer am allerwenigsten gebrauchen, dass ihm dann der Lokführer vor der Nase rumlief. Das beheizen einer schweren Dampflok war und ist, eine heilige Handlung. Es ist eben nicht damit getan einfach Kohle in ein Loch zu werfen. Auf gut Deutsch, schwere Schlepptenderdampfloks wurden rückwärts nur eingesetzt, wenns wirklich nicht anders ging. Lassen wir es damit genug sein.

Zum Problem

Bei meinen Dampfloks habe ich das Problem gelöst. ( Siehe Bild) Ich habe denen einfach eine "Peil-Lok" auf den Hintern geklebt und in "LokNr-rückwärts" umbenannt. Siehe da, meine Dampfloks fährt jetzt auch negativ immer positiv daher. Eine kleine Einschränkung. Die Steuergleise müssen so lange sein, dass beim "positiven rückwärts Betrieb, Die umbenannte Peil-Lok noch auf dem Steuergleis ist, wenn die "gezogene Lok" auch aufs Steuergleis fährt. Zwei Loks zur gleichen Zeit auf einem Steuergleis ignoriert die EV. Damit bleiben meine Schlepptenderdampfloks auch im "Rückwärtsbetrieb" genauso am Haltesignal stehen, wie im Vorwärtsbetrieb. Die "Peil-Lok" ist "ausgeblendet" und damit nicht sichtbar und existiert nur in der EV, in der die auch exat ansprochen werden kann, auch in Bezug auf Anwendung von Variablen. Die Idee kam mir als ich die Triebwagen "Bahn AG Triebwagen vorwärts/rückwärts" angeschaut habe.

Bei allen anderen Loks geht das nicht weil:

dann die Peil-Lok an der selben Position wie Steuerkante der Lok ist. Diese wechselt auch auf die andere Seite der Lok bei Richtungsumkehr. Klar, damit alle Loks vorwärts wie rückwärts an gleicher Stelle am Haltgleis stehen bleiben. Abhilfe könnte damit geschaffen werden, dass eben nicht die jeweilige "Vorderseite" der Lok die Position bestimmt, sondern der "Gizmo" der Lok als Positiongeber herhält. Damit würden wieder alle Loks am gleichen Punkt beim Haltegleis stehen bleiben und es wäre genügend Distanz vorhanden, wenn eine "Peil-Lok" angeklebt werden würde.

Hoffentlich habe ich mich jetzt klar genug ausgedrückt.

Gruß

BR 38 1772 von hinten.jpg

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vor einer Stunde schrieb schricker47:

Zwei Loks zur gleichen Zeit auf einem Steuergleis ignoriert die EV.

Hallo Schricker47,

das ist nicht ganz richtig:
Wenn Du zwei Loks im selben Zug, die entgegengesetzt ausgerichtet sind und auf demselben "Steuergleis" stehen,  über dieses Gleis eine Geschwindigkeit zuweist, siehst Du deshalb keine Reaktion, weil sich die entgegengesetzt wirkenden Geschwindigkeiten beider Loks gegenseitig aufheben. Du kannst das sehr leicht nachvollziehen, indem Du, nachdem Du die Geschwindigkeitszuweisung durchgeführt hast, und sich offenbar "nichts rührt", bei beiden Loks das Eigenschaftsfenser betrachtest. Dort siehst Du die zugeordnete Geschwindigkeit jeder Lok sowohl als Soll-Geschwindigkeit als auch als Ist-Geschwindigkeit angezeigt. Wenn die Geschwindigkeiten beider Loks nach "außen" gerichtet sind, und Du bei einer Lok (in deren Eigenschaftsfenster) die Kupplungen deaktivierst, wirst Du sehen, dass die Loks nun auseinander fahren, ohne dass Du ihnen zwischenzeitlich nochmals eine Geschwindigkeit zugeordnet hast. Es ist nämlich immer noch die ursprüngliche Geschwindigkeitszuordnung wirksam.

Es ist ja bei Dir Absicht, dass bei Deiner Dampflok mit hinten angekuppelter Dummy-Lok beide Ausrichtungen entgegengesetzt sind (sonst würde ja die Dummy-Lok in dieselbe Richtung wie die ursprüngliche Lok fahren). Damit hier die "Komposition" auch wirklich los fährt, musst Du dann, wenn die Geschwindigkeitszuordnung über das Gleis erfolgen soll, darauf achten, dass immer nur eine der beiden "Loks" auf dem "Steuergleis" steht. Wenn Du die Loks dagegen nicht über das Gleis, sondern über deren Namen ansprichst, hast Du dieses Problem nicht, da dann nur die "direkt angesprochene" Lok auf die Geschwindigkeitszuordnung reagiert.

Viele Grüße
BahnLand

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Hallo Bahnland,

hast Recht. Das erklärt auch das Verhalten von meinen Triebwagen auf der Anlage. Ist ja im Prinzip nichts anderes. Ich mag unlogisches nicht. Es gibt keine "negative" Geschwindigkeit. Eine Geschwindigkeit ist immer Positv, die Richtung zeigt an wo es hingeht. Das heisst für 3D-Modellbahn die Geschwindigkeit ist grundsätzlich ein positiver Wert, es muss nur noch eine Richtung dazu. Hier, entweder vorwärts oder rückwärts. Es stellt sich nur die Frage, ob die Programmierer das nicht ändern wollen, oder können. Damit lassen wir es gut sein.

Viele Grüße

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Hallo Bahnland,

jetzt widersprech ich Dir doch noch.

Habe ich ein "Gespann wie Du es nennst, z.B. Bahn AG Triebwagen, 2 X aufs Gleis gestellt und will mit einen fahren, dann rafft das die Software und sagt: "ist mehrfach vorhanden". Nennt man die beiden "Loks" um in vorwärts und rückwärts, fahren beide in ihren jeweiligen Richtungen (vorwärts und rückwärts)  mit positiven Geschwindigkeiten. Fährt also ein Triebwagen (Name vorwärts) im "Gespann", es hängt also "verkehrtherum" sein Gegenstück hinten dran, dann wird im "Ereignisgleis" dem Vorwärtstriebwagen eine neue Geschwindigkeit zugewiesen, der angehängte Teil bleibt unberührt. Dem wird keine Geschwindigkeit zugewiesen. Siehe mein kleines Beispiel. Bei einteiligen Loks ist es dann blöd, wenn am "Haltegleis" die Dummylok und die gezogene Lok zusammen auf dem Haltegleis stehen, weil dnn bei "Grün" die zugeilten Geschwindigkeiten entgegengesetzt sind. Es hilft also nix, einen zwischengestellten Dummywagen soweit runterzuscalieren, dass er nicht mehr auffällt. Bei den Triebwagen und auch meinen Schlepptenderloks, funtionierts, weil die beiden Loks weit genug auseinander stehen.

Ganz klar, die wenigsten Modellbahner wird das interessieren, zu 95% der Anlagen, die ich mir angeschaut habe, fahren die Züge/Loks eh nur vorwärtsim Kreis rum. Da taucht das Problem nicht auf.

 

kleines Beispiel.mbp

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hallo BahnLand, schricker

wollte nur mal zu bedenken geben, wenn nur noch mit positiver geschwindigkeit gefahren wird, muß an beidseitig befahrenen gleisen geprüft werden ob die richtung vorwärts oder rückwärts ist und evtl entsprechend umgeschaltet werden (so wie auch momentan von + nach -  oder umgedreht gewechselt wird).

vg quackster

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Hallo quackster,

ist auch nur bedingt richtig. Die Diskusion in der Art ist auch nicht Zielführend. Festgestellt habe das durch das Verhalten meiner beiden Triebwagen. (Siehe Antwort an Bahnland). So wie es sich mir darstellt, nehmen gezogene/geschobene Loks keine "Befehle" von Steuergleisen entgegen. Deshalb funktionieren auch "Schubdarstellungen". Zug mit Schublok bzw. 2 Loks hintereinander. Die Schublok reagiert auf nichts, solange sie im Schubverband von der vordern Lok bestimmt wird. Vielleicht kann man die Programmverantwortlichen mal fragen, ob es möglich ist bei den Eigenschaften von Lokomotiven ein Kästchen mit "aktiv" hinzuzufügen. Wenn das dann noch durch die EV beeinflussbar ist, wäre das super. Wie beschrieben, meine Dampfloks bekomme ich mit "angeklebter" Dummylok richtig herum in den Lokschuppen und auch wieder heraus, ohne dass ich an Signalen Probleme bekomme. Mit der Anwendung von Variablen läßt sich da bestimmt viel machen, da spielt aber mein alternder Bordcomputer (noch) nicht mit. So manches begreift der einfach nicht. Dann noch schöne Grüße fürs Wochenende

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Hallo Schricker47,

wie Quackster schon angedeutet hat, wird man zumindest dann, wenn im Zug nur ein "angetriebenes" Fahrzeug vorhanden ist (z.B. bei einer Solo-Lok oder einem Solo-Triebwagen), in vielen Fällen um eine Umschaltung der Geschwindigkeits-Orientierung oder - solange diese im Modellbahn-Studio nicht zur Verfügung steht - um die Steuerung eines Vorzeichenwechsels nicht herumkommen. Denn die Geschwindigkeit eines Einzelfahrzeugs kann zu jedem Zeitpunkt immer nur nach einer Seite ausgerichtet sein (nach vorne oder hinten, aber nicht beides gleichzeitig).

vor 4 Stunden schrieb schricker47:

Habe ich ein "Gespann wie Du es nennst, z.B. Bahn AG Triebwagen, 2 X aufs Gleis gestellt und will mit einen fahren, dann rafft das die Software und sagt: "ist mehrfach vorhanden".

Ich kenne diese Meldung nicht. Kannst Du mir ein konkretes Beispiel nennen, wo diese Meldung auftritt?
Ich habe vergeblich versucht, diese Meldung herzubekommen:

Als Beispiel habe ich zwei Loks mit identischen Namen auf ein Gleis gesetzt und mittels der EV eine Geschwindigkeitszuordnung durchgeführt.

  1. Erfolgt die Geschwindigkeitszuordnung über das Gleis ([Alle Loks]), wird diese für beide Loks wirksam, weil sich das MBS nicht für die Loknamen interessiert.
  2. Wird bei der Geschwindigkeitszuordnung eine Lok aus der Liste der vorhandenen Loks auswählt, ist sie auch dann eindeutig, wenn es dort mehrere Loks mit demselben Namen gibt (die Lok wird MBS-Intern über eine Objekt-ID eindeutig adressiert).
  3. Wählt man in der Lokauswahl-Liste "Benutzderdefiniert" aus und gibt explizit einen Loknamen ein, der auf der Anlage mehrmals existiert, sucht sich das MBS eine der Loks mit diesem Namen selbst aus (Auswahlkriterium ist mir unbekannt), um dieser die Geschwindigkeit zuzuweisen.

In allen diesen Fällen findet die Geschwindigkeitszuweisung statt, ohne dass eine Warnmeldung "Lok ist mehrmals vorhanden" ausgegeben wird.

vor 4 Stunden schrieb schricker47:

Fährt also ein Triebwagen (Name vorwärts) im "Gespann", es hängt also "verkehrtherum" sein Gegenstück hinten dran, dann wird im "Ereignisgleis" dem Vorwärtstriebwagen eine neue Geschwindigkeit zugewiesen, der angehängte Teil bleibt unberührt.

Dass der angehängte Teil (zweiter Triebwagen) bei der Geschwindigkeitszuordnung über das Gleis "unberührt" bleibt, lasst darauf schließen, dass dieser sich nicht auf dem "Ereignisgleis" befindet. Sonst hätte er - wie Du im Satz davor geschrieben hast - ebenfalls eine Geschwindigkeitszuordnung erfahren müssen. Ob die beiden Triebfahrzeuge hierbei auf dem "Ereignisgleis" getrennt oder als "Gespann" miteinander gekuppelt sind, spielt dabei keine Rolle.

vor 4 Stunden schrieb schricker47:

Bei einteiligen Loks ist es dann blöd, wenn am "Haltegleis" die Dummylok und die gezogene Lok zusammen auf dem Haltegleis stehen, weil dnn bei "Grün" die zugeilten Geschwindigkeiten entgegengesetzt sind.

Wenn die Geschwindigkeitszuordnung für eine Diummy-Lok der Länge "0", die mit eine "echten" Lok direkt gekuppelt ist, über das Gleis erfolgt, ist die "echte" Lok gezwungenermaßen mit betroffen, weil sie dann zwangsläufig mit auf demselben Gleis steht oder zumindest etwas in dieses hinein ragt (das genügt, um von der Steuerung über das Gleis "erfasst" zu werden). Es wird Dir also in diesem Fall nichts anderes übrig bleiben, als bei der Einfahrt in das Brems- oder Haltegleis über das Ereignis "Zug betritt Gleis" und die "_Trigger1"-Variable den Namen der (in diesem Fall angetriebenen) Dummy-Lok zu bestimmen, und dann die Geschwindigkeitszuordnung am Haltegleis bei sich öffnendem Signal über den  "gemerkten" Namen der Dummy-Lok vorzunehmen.

Summa summarum:
Du wirst in die Ereignisverwaltung so oder so etwas Aufwand hineinstecken müssen, um etwas komplexere automatische Zugsteuerungen realisieren zu können.

Viele Grüße
BahnLand

Edited by BahnLand

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Hallo,

@BahnLand

Zitat
vor 2 Stunden schrieb BahnLand:
vor 6 Stunden schrieb schricker47:

Habe ich ein "Gespann wie Du es nennst, z.B. Bahn AG Triebwagen, 2 X aufs Gleis gestellt und will mit einen fahren, dann rafft das die Software und sagt: "ist mehrfach vorhanden".

Ich kenne diese Meldung nicht. Kannst Du mir ein konkretes Beispiel nennen, wo diese Meldung auftritt?
Ich habe vergeblich versucht, diese Meldung herzubekommen:

... Mit der Beispielanlage von stricker47 (hier) wird das Plugin "Lok-Geschwindigkeit-Setzen" gestartet. Die Meldung bezieht sich also auf das Plugin.

@stricker47:
Plugins arbeiten über die Steuerschnittstelle vom MBS. Die Schnittstelle spricht Objekte nur über ihren Namen an. Bei mehreren Objekten mit gleichem Namen ist diese Zuordnung (Name - Objekt) also nicht mehr eindeutig... deswegen "rafft" es die Software nicht und da Du unlogisches nicht magst müßte Dir diese Erklärung logisch genug erscheinen um die (Fehler-) Meldung zu verstehen.

Hinweis: Die Ereignisverwaltung arbeitet bei direkten Zuordnungen (z.B. Geschwindigkeit) zu Objekten (z.B. Lok) mit Identnummern also nicht Namen (Objektauswahl über Fenster "Selektieren" beim Erstellen der EV) ... allerdings bei indirekten Zuordnungen (z.B. über Variablen) auch nur mit Namen. z.B. Inhalt einer Variablen ist ein Lokname und dieser Lok willst Du (über das Auslesen des Loknamens in der Variablen) eine Geschwindigkeit zuweisen. In diesem Fall wird vom MBS keine Fehlermeldung ausgegeben und dann evtl. der falschen Lok (mit gleichem Namen) eine Geschwindigkeit zugewiesen... auch in diesem Fall rafft es die Software nicht... da nicht eindeutig.
Abgesehen von solchen Betrachtungsweisen dient es auch der Übersichtlichkeit (besonders wenn die Ereignisverwaltung etwas umfangreicher ist) systemrelevante Objekte mit eindeutigen Namen zu versehen.

Zitat
vor 6 Stunden schrieb schricker47:

Fährt also ein Triebwagen (Name vorwärts) im "Gespann", es hängt also "verkehrtherum" sein Gegenstück hinten dran, dann wird im "Ereignisgleis" dem Vorwärtstriebwagen eine neue Geschwindigkeit zugewiesen, der angehängte Teil bleibt unberührt. Dem wird keine Geschwindigkeit zugewiesen. Siehe mein kleines Beispiel.

in Deinem Beispiel: "Zug betritt ein Gleis" bezieht sich auf die Vorderkante des Gespanns (in Fahrtrichtung gesehen) (überigens auch wenn Du beim Ereignis einen Loknamen mit angiebst und sich die Lok nicht "vorne" befindet) -> "Bahn AG Triebwagen vorwärts" bildet diese Kante. die dazu gehörige Aktion ("Lokgeschwindigkeit setzen") bezieht sich auf ein Gleis -> Lok: "Alle Loks" -> Gleis: "24188-steuergleis langsam". Da "Bahn AG Triebwagen vorwärts"  sich im Momet der Geschwindigkeitszuordnung auf dem Gleis  "24188-steuergleis langsam" befindet wird dieser Lok auch die Geschwindigkeit zugewiesen. (Achtung! Da sich "Zug betritt ein Gleis"  auf die Vorderkante bezieht, es sich also eigentlich um einen Übergangspunkt handelt, kann die Geschwindigkeitszuordnung über dasselbe Gleis ("Ereignisgleis") auch schiefgehen.... ->feiner Unterschied zwischen Übergang ("Zug betritt ein Gleis")  und definierter Ort ("befindet sich auf Gleis"))

Gruß
EASY
 

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An Bahnland

bittescheen, an dem solls nichtscheitern.

Das Hauptproblem ist wohl, dass ich zu doof bin mit Variablen zu handieren. Die Syntax für die hab ich noch nicht ganz durchschaut.

Gruß

 

Keine Zuordnung.jpg

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Hallo EASY und Schricker47,

Danke für Eure Informationen zum Plugin "Lok-Geschwindigkeit setzen", das ich bisher nicht verwendet habe. Das erklärt auch, warum ich mit der Meldung zu den doppelten Namen nichts anzufangen wusste.

@Schricker47:
Hinter die Verwendung der Variablen kommst Du am besten, wenn Du ein paar kleine Versuche der Variablen-Zuordnung und Variablen-Auswertung unternimmst. Lege dazu die Variablen-Inahlte am besten in sichtbaren Beschriftungsfeldern ab und/oder lasse das Plugin "EV-Fehlersuche" von EASY mitlaufen. 

Es gibt hier einige wenige einfache Grundregeln:

Wenn die Variable "ABC" heißt, verwendest du ABC, um die Variable selbst zu referenzieren. Mit $ABC greifst Du auf den Inhalt der Variable zu. Ist der Inhalt der Variable ABC ein Objekt, das z.B. die Bezeichnung XYZ besitzt (d.h. $ABC = XYZ), und sind dem Objekt XYZ Objektvariable zugeordnet, beispielsweise XYZ.var1 und XYZ.var2, kannst Du diese Objekt-Variablen auch indirekt die den Objektnamen XYZ enthalttende Variable ABC ansprechen: (ABC).var1 und (ABC).var2. Die Indirektion über die ()-Schreibweise kann auch mehrfach geschachtelt sein (siehe dazu auch im Wiki den Abschnitt "6. Variablen").

Vielleicht hilft Dir aber auch dererste Teil des kleinen Beispiels aus diesem Beitrag weiter, wo sich die Schalter "Schalter1" und "Schalter2" allein auf den "_Tigger1"-Variablen und einer "Vermittler"-Variablen "Referenz" basierend gegenseitig verknüpfen. Schau Dir dort mal die Ereignisverwaltung an (bitte die letzte Ereignis-Definition "Zähler hochzählen" ignorieren, das es so nicht funktioniert!).

Viele Grüße
BahnLand

 

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Hallo Bahnland und natürlich auch an die anderen "Poster", vielen vielen Dank.

Ich hab nochmal mein kleines Beispiel angehängt. Da drin hab ich versucht zu beschreiben um was es geht.

Ein paar grundsätzliche Gedanken meinerseits. Ich hab erst vor ein paar Wochen diese Software gekauft. Was diese Software für 39€ kann, ist enorm. Wenn man die Gleisplan CD von Märklin heranzieht, die immerhin 100€ kostet und kaum was kann, wird erst richtig deutlich was 3D-Modellbahnstudio bietet. Es ist der Hut vor allen "Mitwirkenden" zu ziehen, die durch ihre Beiträge erst richtig Leben in das Programm bringen. Wenn ich also Kritik an einzelnen Dinge habe, z.B. negative Geschwindigkeiten, will ich damit niemanden kompromitieren, oder gar schlecht machen. Mir als 70jährigen macht es richtig Spass wieder "Eisenbahn" spielen zu können. Wenns auch nur am PC ist. Anstatt am Abend doof vor der Glotze zu sitzen, hab ich mein Schlepptop vor der Nase und versuch meine Anlage zum Laufen zu bringen. Meine "Olle" meint dann immer, "Lucas der Lokomotivführer grübelt wieder". Irgendwann schnall ich das Verwenden von Variablen. Versprochen.

Viele Grüße von mir.

kleines Beispiel.mbp

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Hallo Schricker47,

tatsächlich lässt sich alles erklären.

Zunächst ein kurzer Blick auf Deine Ereignissteuerung:

Ereignissteuerung.JPG

Das Abbremsen und Stoppen des Zuges (des Gespanns) löst Du jeweils über das Ereignis "Zug betritt Gleis" aus: Das Starten des Zuges leitest Du durch das sich öffnende Signal ein. In allen 3 Fällen erfolgt die Zuweisung der Geschwindigkeit über die Nennung des Gleises, ohne eine konkrete Lok zu spezifizieren.

Dies bedeutet:

  1. Die Zuweisung der Geschwindigkeit erfolgt für alle Loks, die sich auf dem spezifizierten Gleis befinden oder in dieses hinein ragen. Es wird allen beroffenen Loks dieselbe (spezifizierte) Geschwindigkeit zugewiesen.
  2. Als Schlussfolgerung von 1. kann bei den Ereignissen "Zug betritt Gleis" die neu zugewiesene Geschwindigkeit nur auf das gerade in das Gleis einfahrende erste Fahrzeug des Zuges wirken - wenn dies eine Lokomotive ist. Ist das erste Fahrzeug des Zuges ein (nicht angetriebener) Wagen, wirkt sich die Zuweisung der neuen Geschwindigkeit auf den Zug überhaupt nicht aus.

Damit lassen sich alle von Dir im nachfolgenden Bild aufgezeigten Verhaltensweisen erklären:

Verhaltensweisen.JPG

  1. Beim Öffnen des Signals werden alle Loks auf dem "Haltegleis" gestartet. Befindet sich nur die erste Lok auf diesem Gleis oder sind beide Loks gleich ausgerichtet, fährt das Gespann mit der angegebenen Geschwindigkeit los. Sind die Loks dagegen entgegengesetzt ausgerichtet und befinden sich beide während der Geschwindigkeitszuordnung auf dem Gleis, heben sich die beiden Lok-Geschwindigkeiten gegenseitig auf, und das Gespann bleibt stehen.
  2. Wurde beim Öffnen des Signals nur der ersten Lok im Zug eine Geschwindigkeit zugewiesen, hält der Zug nach einer Runde wie erwartet vor dem geschlossenen Signal an. Hat sich die Geschwindigkeits-Zuordnung beim Öffnen des Signals jedoch auch oder nur auf die zweite Lok ausgewirkt, kann diese durch das Ereignis "Zug betritt Gleis" mit der vorliegenden Ereignisdefinition nicht abgebremst oder angehalten werden. Deshalb fährt der Zug trotz geschlossenem Signal durch - auch wenn die Geschwindigkeut der ersten (führenden) Lok auf "0" gesetzt wird.

Ich habe nun die Ereignissteuerung etwas abgewandelt:

Ereignissteuerung2.JPG

Bei Einfahren des Zuges in das "Steuergleis langsam" oder in das "Haltegleis" wird der in der MBS-Variablen "_Trigger1._Name" hinterlegte Name der "angetriebenen" Lok in der Benutzer-definierten Variablen Zuglok hinterlegt. Bei der Aktion "Lokgeschwindigkeit setzen" in allen 3 Ereignisdefinitionen wird nicht mehr das Gleis, sondern die "Antriebslok" des Zuges adressiert, um die Geschwindigkeit zuzweisen. Dadurch wird die "Antriebs"-Lok immer erwischt - unabhängig davon, ob sie sich auf dem "Steuergleis langsam" oder dem "Haltegleis" befindet oder auf keinem von beiden. Auch ist es dann egal, ob sich die Lok am Anfang des Zuges, in dessen Mitte oder am Ende des Zuges befindet. Die Geschwindigkeitszuordnung funktioniert sowohl beim Ereignis "Zug betritt Gleis" als auch beim Ereignis "Signal öffnet sich" immer. Und es wird auch nur die in der Variable Zuglok referenzierte Lok als einzige adressiert.

Allerdings muss der Variable zuvor mindestens einmal der Name der Lok zugewiesen worden sein, indem man beispielsweise den Zug "handgesteuert" einmal in das "Steuergleis langsam" oder das "Haltegleis" einfahren lässt. Schiebe hierzu einfach den Zug aus dem Bereich der genannten Gleise heraus und weise dann von Hand einer der beiden Loks eine Geschwindigkeit zu. Sobald der Zug in eines der genannten Gleise einfährt, wird der Name der Lok der Variable Zuglok zugewiesen und kann von da an referenziert werden. Du kannst auch die Lokzuordnung zur Variable Zuglok ändern, indem Du diese Vorgehensweise wiederholst, aber dann die andere Lok bei der händischen Geschwindigkeitszuweisung auswählst.

Rein theoretisch würde die Aktion "Variable setzen" in der Ereignisdefinition "Signal langsam" ausreichen. Ich habe sie aber auch in die Ereignisdefinition "Signal stop" eingefügt, damit man den Zug für das "Initialisieren" der Variable Zuglok nicht so weit zurück schieben muss.

Probier doch einfach mal diese Variante der Ereignissteuerung aus.

Noch ein Hinweis zu den bei der Fahrt angehobenen Stromabnehmern.

Stromabnehmer.jpg

Bei den Elektroloks gibt es im Eigenschaftsfenster den eingerahmten Pfeil-Button, mit dem man dem Modell zugeordnete Animationen steuern kann. Das Anheben und ABsenken wird über die Animation "_AnimRun" gesteuert. Wähle diese aus der Liste der vorhandenen Animationen aus und entferne das Häkchen für den Automatikmodus. Nun kannst Du über "Start Vorwärts" oder "Start Rückwärts" die Stromabnehmer anheben oder absenken. Beachte bitte, dass nicht immer alle Stromabnehmer berücksichtigt werden (beim Krokodil ist beispielsweise nur der vordere Stromabnehmer "animiert"). So kannst Du zumindest erreichen, dass die Stromabnehmer auch "im Stand" und damit auch bei den (aktuell) nicht angetriebenen Elektrolokomotiven angehoben sind.

Viele Grüße
BahnLand

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Hallo an alle,

die Vorwärts-Rückwärts-Bilder haben mich auf eine Idee gebracht und ich würde gerne wissen was der Rest der Gemeinde davon hält.

Wäre es Sinnvoll solch einen Schalter auch für die Geschwindigkeit einzuführen und die Geschwindigkeit immer positiv darzustellen.
Für Neo müsste es eigentlich wenig Probleme geben, da er bei Schalter auf Rückwärts lediglich die Geschwindigkeit mit -1 multiplizieren müsste.

In der EV hätte es aber viele neue Möglichkeiten. Es vereinfacht meiner Meinung nach die Geschwindigkeitszuordnung, da man nicht mehr auf Positiv und Negativ auswerten muss, sondern direkt einen digitalen Schalter auswerten kann.

Was denkt ihr, ist dies ein Feature-Wunsch wert?

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Hallo MarkoP,

.... so ganz verstehe ich nicht, wo die Vereinfachung liegen soll. Es ist in jedem Fall eine Abfrage... wo liegt der Unterschied zwischen der Abfrage ob eine Geschwindigkeit positiv oder negativ ist und der Abfrage ob ein Geschwindigkeitsschalter 0 oder 1 ist?... und was für eine Schalterstellung hat dann Geschwindigkeit= 0?) Mit nur positiven Geschwindigkeitem hätte ich für eine Geschwindigkeitszuweisung immer 2 Zuweisungen... Betrag der Geschwindigkeit und Richtung.

... Dies ist jetzt keine prinzipiell ablehnende Haltung... aber könntest Du da mal einen Beispielfall beschreiben?

Gruß
EASY

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Hallo EASY,

ich glaube, dass Marko das gemeint hat, was ich in diesem Beitrag bereits als Frage an Neo formuliert hatte:

Heute ist durch das Modellbahn-Studio bei jedem "angetrieben" Fahrzeug statisch eindeutig bestimmt, was "vorne" (Geschwindigkeit positiv) und "hinten" (Geschwindigkeit negativ) ist. Ich dachte bei meinem oben beschriebenen Umschalter "Fahrtrichtung umkehren" an eine Funktion, mit der die Orientierung von positiver und negativer Geschwindigkeit am Modell "umgedreht" wird.

Dann könnte man einerseits bei einer Lok an der Zugspitze über das Eigenschaftsfenster festlegen, dass die positive Geschwindigkeit der Lok in Richtung des Zuges ausgerichtet ist, unabhängig davon, in welcher Ausrichtung die Lok vor dem Zug steht. Und man könnte andererseits z.B. in einem Kopfbahnhof oder in einem Abstellgleis hinter der Drehschreibe (u.a. über die EV) den "Fahrtrichtungs-Umschalter" betätigen, damit die Lok sowohl mit "positiver" Geschwindigkeit einfahren als auch mit "positiver" Geschwindigkeit ausfahren kann. 

Der Vorteil läge dann auf der Hand:
Egal wie (in welcher Orientierung) und wo (an welcher Stelle) die Lok im Zug eingereiht ist, der Zug würde in der vorgegebenen Fahrtrichtung immer mit "positiver" Geschwindigkeit verkehren - auch dann, wenn der Zug zwischendurch "wenden" sollte (dort wird einfach die Fahrtrichtung umgeschaltet). Damit müsste man in der Tat beim Einfahren in einen Schaltbereich (z.B. in ein Bahnhofsgleis mit vorgesehenem Abbremsen, Anhalten und wieder Beschleunigen) nicht mehr auf das Vorzeichen achten, sondern könnte immer mit "positiven" Zahlen arbeiten. Es fielen dann tatsächlich viele Abfragen und davon abhängige Variationen von Ereignisdefinitionen und Abläufen in der Ereignisverwaltung weg.

Viele Grüße
BahnLand

Edited by BahnLand

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Hallo Neo,

ich habe mir inzwischen auch Gedanken dazu gemacht, wie man diese Erweiterung in die Schnittstelle des MBS integrieren könnte. Dabei möchte ich zusätzlich auf einen Vorschlag zurückgreifen der von jemandem früher schon einmal zur Einstellung individueller Beschleunigungen unterbreitet wurde (leider weiß ich nicht mehr, von wem und wo hier im Forum der Vorschlag formuliert wurde).

Es ging hierbei darum, dass man beim Anfahren des Zuges oder beim Bremsen den Beschleunigungs- oder Verzögerungs-Faktor angeben kann, sodass man selbst "regulieren" kann, wie schnell die Geschwindigkeits-Änderung erfolgen soll.

Hier meine Vorschläge:

Neue Eigenschaften.jpg

Bei den Eigenschaften des angetriebenen Rollmaterials wird ein zusätzliches Auswahl-Häkchen "Orientierung umkehren" hinzugefügt. Ist dieses gesetzt, würde die im Bild gezeigte Dampflok bei der Eingabe einer positiven Geschwindigkeit nach links und bei einer negativen Geschwindigkeit nach rechts fahren, also genau umgekehrt als es heute der Fall ist. Man würde diese Einstellung beispielsweise wählen, wenn die Lok "Tender-voraus" an der Zugspitze stehen würde, damit man den Zug trotzdem mit "positiver" Geschwindigkeit fahren lassen könnte.

Gibt man im Eigenschaftsfenster eine neue Soll-Geschwindigkeit in das Eingabefeld ein, beschleunigt oder verzögert die Lok nicht "ruckartig", sondern wird vom Modellbahn-Studio bereits heute mit einem "fest vorgegebenen" Beschleunigungs- oder Verzögerungsfaktor auf die neue Geschwindigkeit gebracht. Ich stelle mir vor, dass der Nutzer diesen Faktor (gleich für Beschleunigung und Verzögerung) selbst bestimmen kann, wobei mir als "Maß" die Geschwindigkeits-Differenz pro Sekunde (in mm/s, grundsätzlich ohne Vorzeichen) vorschwebt. Diese müsste dann im Modellbahn-Studio (möglicherweise mit einer zwischengeschalteten Umrechnung) nur anstelle des bisher "fest verdrahteten" Beschleunigungs-/Verzögerungs-Faktors herangezogen werden. Ist im Eigenschaftsfeld für den Beschleunigungsfaktor "0" eingegeben, sollte hierfür der bereits heute im Modellbahn-Studio fest implementierte Beschleunigungs-Faktor als "Standard-Wert" herangezogen werden.

Neue Ereignisfunktion.jpg

In der Eereignisverwaltung könnte man beide oben beschriebenen Funktionserweiterungen in die Aktion "Lokgeschwindigkeit setzen" integrieren:

Unabhängig von der vorhandenen Ist-Geschwindigkeit (und deren Vorzeichen) würde das Setzen des Häkchens für die Umkehrung der Orientierung bedeuten, dass die neue angegebene Zielgeschwindigkeit an der neuen Orientierung auszurichten ist. Das wäre dann beisielsweise im Kopfbahnhof oder auf dem Stumpfgleis hinter der Drehscheibe der "Wendeschalter", der beim Anhalten gleich mit bedient wird.

Im Beschleunigungs-Eintrag könnte man hier beipielsweise für das Beschleunigen und Abbremsen oder auch bei Berg- und Talfahrt "individuelle" Werte einsetzen, was dem Nachempfinden der "Realität" einen weiteren Schritt näher kommt. Würde man hier als Beschleunigungs-Wert "0" wählen, sollte stattdessen der in den Eigenschaften des Rollmaterials festgelegte Beschleinigungswert verwendet werden.

Viele Grüße
BahnLand

 

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@EASY

Als Beispiel wäre z.B. ein Zug mit einer E- oder D-Lok welche eine feste Strecke einmal in ziehender und einmal in schiebender Zugrichtung befahren soll(kommt bei Güterzügen bei der Zufahrt zum Ziel oder in Verladebahnhöfen regelmäßig vor) nennbar. Man müsste hier alle Ereignisse für die Geschindigkeitsbeeinflussung nur noch einmal erstellen, da die Lok immer eine positive Geschwindigkeit hätte.
Anderes Beispiel wäre ein Schattenbahnhof mit Abstellgleisen welche von Zügen mit Triebfahrzeug quasi rückwärts und von Zügen mit einer normalen Lok vorwärts befahren wird. Man müsste in der EV nur noch jeweils ein Ereignis fürs Bremsen und Halten definieren. Derzeit abhängig der Fahrtrichtung immer zwei. Eins für Positive Geschwindigkeiten, eins für negative Geschwindigkeiten.
Weiteres Beispiel sind alle Blocksignale. Derzeit muss für eine saubere Lösung immer auf positive oder negative Geschwindigkeit geprüft werden bzw. gleich jedes Ereignis für beide Möglichkeiten erstellt werden. Das würde meiner Meinung nach viele Ereignisse in der EV reduzieren.

Ich hatte ursprünglich gedacht negative Geschwindigkeiten komplett wegfallen zu lassen, da durch das Umschalten des Schalters ja beide Fahrtrichtung ohne Probleme möglich sind. Bahnland's Weiterformulierung hat aber sicher seinen Reiz und Überlegenswert wäre. Dies würde natürlich einige meiner Beispiele wieder ausbremsen, da ja immer noch negative Geschwindigkeitswerte auftreten könnten.

@BahnLand

Die Idee war ebenfalls von mir. Mir ging es dabei um die Möglichkeit verschiedenen Lok's verschiedene Beschleunigungen zuzuordnen. Ein ICE-Triebwagen beschleunigt ja schneller als eine Dampflok an einem Güterzug. Die jetzige Form der Beschleunigung/Abbremsung ist linear und müsste nur auf Proportional verändert werden. Also nicht einen statisch festen Wert bei Beschleunigung addieren bzw. beim Abbremsen subtrahieren, sondern diesen Wert erst noch mit einem Faktor pro Durchgang multiplizieren bevor er addiert/subtrahiert wird. Dadurch würde die Lok beispielweise im Zuge der Beschleunigung immer stärker beschleunigen.
Durch eine Eingabemöglichkeit für den Faktor könnte man über die Erhöhung/Erniedrigung der Beschleunigung/Abbremsung eben die Unterschiedlichkeit definieren, so dass ein schwerer Güterzug langsamer Beschleunigt als ein "leichter" Triebwagenzug.

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