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Panoramabilder direkt aus dem MBS


Roter Brummer
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Einleitung

Hallo zusammen,

es gibt ja unter "Online-Katalog - Landschaft - Hintergründe" die Wechselkulisse 4C8833D9-FD9E-4ED8-ACF7-396CC33F3C01.

Diese kann bekanntermaßen mit allen möglichen Texturen aus dem Katalog oder von der Festplatte belegt und in jegliche erdenkliche Form gebracht werden. Der Nachteil besteht darin, dass man meistens sieht, wo die Anlage endet und wo der Hintergrund beginnt.

Das lässt sich ändern, indem man die Bilddateien für den Hintergrund im Modellbahnstudio selbst erstellt und dann auf die Wechselkulisse aufbringt. Das kann dann so aussehen:

1. Anlage ohne Hintergrund

Hintergrund001.thumb.jpg.7e1dccc6c6e77bfed34ec85f5238ce72.jpg

2. Anlage mit Hintergrund aus MBS-Aufnahmen

Hintergrund002.thumb.jpg.8139a54fc4758e3f4aec6fcbaadf156f.jpg

Wie man sieht, sieht man nicht, wo die Anlage aufhört und wo der Hintergrund anfängt. Durch die Staffelung mehrerer solcher Hintergründe lassen sich aber auch noch andere Effekte erzielen.

Dieses und einiges mehr soll hier in einer Folge von Artikeln dargestellt werden. Deshalb:

Fortsetzung folgt

Edited by Roter Brummer
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Erstellung des Foto-Sets im MBS

Als erstes erstellt man eine Bodenplatte im MBS, die eine längliche Form aufweisen sollte und versieht diese mit dem gewünschten Höhenprofil. Für dieses Beispiel wurde eine Hügellandschaft gewählt.

Ganz wichtig ist, dass die vordere Kante auf der ganzen Länge auf Höhe +/-0 liegt.

Ebenso wurde die Platte dem späteren Einsatzzweck entsprechend texturiert. Eine Wüstenlandschaft, das Hochgebirge oder die norddeutsche Tiefebene wären also ebenso möglich.

Hintergrund01.thumb.jpg.489766ae0c6f81b182872c25b7636f02.jpg

Prinzipiell könnte man damit schon arbeiten, aber wir setzen lieber noch ein paar Bäume. Wenn diese Bepflanzung der Flora auf der späteren Anlage ähnelt, wird der Übergang umso besser getarnt.

Hintergrund02.thumb.jpg.03e966ef778817621ef1a65b2823fc14.jpg

Um die späteren Fotostandpunkte besser überprüfen zu können, werden noch Peilungen gesetzt. Die hier dargestellte Platte ist 4 Meter lang und 1 Meter tief. Es sollen vier Fotos geschossen werden, die durch die gleich langen Peilungen abgemessen sind.

Hintergrund03.thumb.jpg.3cc4a9a7f09e76f203a2fd586b1e7c40.jpg

Schließlich braucht man noch einen neutralen Hintergrund wie bei einer Bluebox. Allerdings lässt sich reines Weiß später in der finalen Bildbearbeitung besser handhaben.

Hintergrund04.thumb.jpg.8bcfb3c0d51a173d3da2074ebe483718.jpg

Nun werden für die vier Shots vier Kameras genau zwischen die Peilungen gesetzt. Am besten nummeriert man diese durch und speichert die Kamerapositionen ab. Es geht natürlich auch mit mehr oder weniger Kameras.

Hintergrund05.thumb.jpg.82568a6cddd2865f17e8895b080b9f42.jpg

Die Brennweiten der Kameras werden letztendlich so eingestellt, dass man beide Peilungen sieht. Ganz wichtig: Alle Kameras müssen dieselbe Brennweite haben. Die Höhe der Kameras und der Betrachtungswinkel können beliebig eingestellt werden. Höher positionierte und leicht nach unten schauende Kameras erwecken eher den Eindruck einer Bahnstrecke, die auf der Höhe verläuft, währen tiefer eingebaute und leicht nach oben blickende Kameras einen Eindruck eines Tales vermitteln.

Hintergrund06.thumb.jpg.b651e595ca8dfd0b71a3b32a1f01b151.jpg

Zum Schluss wird die gewünschte Anzahl an Screenshots gemacht. Die Peilungen sollten dazu natürlich ausgeblendet sein.

Es spielt keine Rolle, wenn sich die Bilder überlagern, das wird im nächsten Schritt ausgeglichen.

Ich rate dazu, die gesamte Anlage zu speichern. Da kann man später noch andere Dinge mit machen und da man dann auch eventuell die Peilungen wieder braucht, sollten diese nicht gelöscht, sondern nur ausgeblendet werden.

Fortsetzung folgt

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Zusammenfassung zu einem Panoramabild

Für den nächsten Schritt brauchen wir ein Spezialprogramm, das Einzelaufnahmen zu einem Panoramabild zusammenfügen kann. Das Programm "Image Composite Editor" von Microsoft ist für unsere Zwecke vollkommen ausreichend. Zudem ist es kostenlos und problemlos zu installieren.

Hintergrund07.thumb.JPG.170e571d495337134aa2f0a96d3d788c.JPG

Man erstellt einfach eine neue Datei und fügt die gemachten Screenshots ein. Die Anzahl der Screenshots spielt keine Rolle

Hintergrund08.thumb.JPG.e38dffd01f9806773dfb42dca34c9707.JPG

Es empfiehlt sich für unsere Zwecke auf diesem Bildschirmschritt unbedingt den Punkt "Structured Panorama" anzuwählen. Dort sieht man, dass die Bilder in zwei Reihen (Rows) angeordnet wurden, was für die weitere Vorgehensweise nicht praktikabel ist.

Hintergrund09.thumb.JPG.f5e70db331b5e600ece37448d5c0f204.JPG

Deshalb wird diese Einstellung auf eine Reihe geändert. Jetzt liegen alle Bilder in der richtigen Reihenfolge nebeneinander.

Hintergrund10.thumb.JPG.8ec5e1d2d12288ae2070f18176ce1ffb.JPG

Im nächsten Schritt geht man auf den Reiter "STITCH". Die Berechnung dauert je nach Anzahl und Größe der Bilder und je nach Rechnerleistung eine gewisse Zeit.

Hintergrund11.thumb.JPG.56ac5f28539d8a835d9b2ef8bfc9f01c.JPG

Der Reiter "CROP" zeigt dann das zusammengesetzte Panorama. Hier kann man, muss man aber nicht, die Bildränder bereits durch die Anfasser in der Vorschau beschneiden.

Hintergrund12.thumb.JPG.03cc89b377c63db9e1eea2c10b2461a4.JPG

Beim letzten Reiter "EXPORT" wird das Panorama gespeichert. Wir benötigen ein einfaches "Image file". Am besten hat sich hier die Speicherung als *.png mit höchstmöglicher Qualität bewährt.

Hintergrund13.thumb.JPG.f0f437f8a5a9299f776adbe3b2331604.JPG

Nach der Speicherung des Panoramabildes kann man auch hier seine Arbeitsumgebung abspeichern, um später mit anderen Einstellungen weiter zu experimentieren.

Fortsetzung folgt

Edited by Roter Brummer
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Erstellung der Einzelgrafiken

Das gespeicherte Panoramabild wird nun in ein geeignetes Grafikprogramm geladen. In diesem Fall ist es das Freeware-Programm "paint.net".

Hintergrund14.thumb.JPG.dd318570741152b3acea171ce6f7d9d4.JPG

Dort werden alle weißen Bereiche entfernt. Das bedarf, insbesondere wenn Bereiche übrig sind, die innerhalb andersfarbiger Flächen liegen, einiger Übung, wenn man saubere Ergebnisse erzielen will. Außerdem werden die überflüssigen Bereiche abgeschnitten.

Hintergrund15.thumb.JPG.46b18657dc3785661cd0afbe434ac9ff.JPG

Da das Bildmaterial letztendlich endlos aneinander gesetzt werden soll, sind die Bereiche am linken und rechten Bildrand so unpassend. Also entfernt man diese auch. Es hat sich als praktikabel erwiesen, wenn man in einem Beispiel wie hier zur Beschneidung jeweils einen Baumwipfel aussucht.

Hintergrund16.thumb.JPG.a586e5be0f080d8912ab8987721e145d.JPG

In dieser Größe ist das Bild allerdings für den ihm zugedachten Einsatzzweck ungeeignet, weil beim Einsatz in die Hintergrundkulisse zu schnell Bildwiederholungen auftreten.

Also wird das Panorama wieder in vier (oder mehr oder weniger) gleich große Einzelbilder aufgeteilt.

Hintergrund17.thumb.JPG.df2335ef2854309d74cb4b2565b29d19.JPG

Beim Abspeichern ist es dann ganz wichtig, das richtige Dateiformat zu wählen. Geeignet sind die Dateien mit den Endungen *.dds oder *.png, weil diese die transparenten Bereiche korrekt wiedergeben. Ich bevorzuge *.png. Man musss dabei unbedingt mit einer 8-Bit-Tiefe abspeichern, da es sonst im MBS zu unschönen weißen Artefakten in der Darstellung kommt.

Hintergrund18.JPG.87a7167e78eacc68f469b680c525e7b7.JPG

Gleichzeitig sollte man von jedem Einzelbild noch eine längs gespiegelte Version ablegen, damit man zum Schluss tatsächlich eine Endloskulisse hat.

Fortsetzung folgt

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Texturierung der Kulissen

Nachdem die Einzelgrafiken erstellt sind, können diese direkt auf die Wechselkulissen aufgebracht werden.

Hintergrund19.thumb.jpg.e6423a2451b66ab69ff6b2b30f844692.jpg

Ich habe die Grafiken mit einer fortlaufenden Nummerierung und dem Zusatz "a" versehen. Wenn man die gespiegelten Grafiken mit der gleichen Nummerierung und dem Zusatz "b" versieht, wird man nicht so leicht den Überblick verlieren.

Hintergrund20.thumb.jpg.a1a0b00f89afca3fee0343275fdd4445.jpg

Hier stoßen die beiden Grafiken mit der Nummer 4 aneinander und der Hintergrund wird endlos verlängerbar. Der Wechsel auf die Spiegelung kann aber auch an jeder anderen Stelle erfolgen. Es gibt also nicht nur die Möglichkeit 1a-2a-3a-4a-4b-3b-2b-1b, sondern es könnte auch 1a-2a-2b-1b sein. Das sehen wir im nächsten Beispiel.

Hier ist eine Faller-AMS-Anlage ohne Hintergrund:

Hintergrund21.thumb.jpg.8d7e330bc32aa7d30a87f83b8af3b3de.jpg

Sieht schon ganz passabel aus, wirkt aber mit Hintergrund viel besser:

Hintergrund22.thumb.jpg.d5279edea41516ac26ccecd413e9f5bc.jpg

Es wurde die Reihenfolge 1a-2a-2b-1b eingehalten, da die Kulisse ja aus insgesamt vier Seiten besteht. Man kann damit die Anlage beliebig hin und her drehen, ohne dass irgendwo der Trick sichtbar wird.

Fortsetzung folgt

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Variationen und Layer

Nachdem das Grundgerüst steht, können auch Variationen des Themas angefertigt werden. Die ursprüngliche Grafik wurde durch eine ganze Reihe neuer Ebenen (Layer) im Grafikprogramm ergänzt. Jede Ebene enthält genau ein Gebäude, das auf die bekannte Weise von oben aus dem Studio heraus erzeugt und wegen der Plastizität leicht schattiert wurde. Außerdem wurde die gesamte Stadtebene leicht transparent ausgeführt, was zu einem harmonischeren Gesamtbild führt.

Die Größenanpassung ist ein echtes Geduldsspiel, aber jetzt hat Aheim einen passenden Stadthintergrund mit durchlaufendem Hügelland.

Hintergrund23.thumb.jpg.af42d63d1729528af02cd9c80da17243.jpg

Auf die gleiche Weise wie oben beschrieben wurde im selben Foto-Set unter Verwendung einer Grundplatte von Toni (7B242BE0-710B-4EB9-90B7-D23C41F270DD) eine Hochgebirgs-Kulisse erstellt.

Hintergrund24.thumb.jpg.e29c8cc47792ca7d76b84338b5d18d37.jpg

Jetzt bekommt der Begriff "Layer" eine neue Dimension. Es wird nämlich eine zweite Kulisse mit dem Bergpanorama knapp hinter der ersten quasi als Layer aufgestellt.

Damit liegt Aheim im Voralpenland.

Hintergrund25.thumb.jpg.39bd6418683b2170a4733137e786e37b.jpg

Fortsetzung folgt

 

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