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JoKoHo

Landkarte als Untergrund

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Posted (edited)

Moin,

Ich wollte mal fragen ob mir jemand verraten kann, wie ich folgendes Problem lösen könnte:

Ich habe die Landkarte zu einer Landschaft, die ich gerne nachbauen würde. Hierzu will ich die Landkarte als untergrund einfügen, um die Landschaft darauf zu bauen, hat jemand eine Idee wie das geht?

MfG Jonathan

Edited by JoKoHo

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Ja habe ich. Mach ein JPG von deiner Landkarte, nimm vom Katalog aus den Grundkörpern die "Ebene" und dann als Tauschtextur dein Landschafts-JPG. Fertig. Achte darauf, dass das Längen-Breiten-Verhältnis von der Ebene dasselbe ist wie das JPG, sonst sieht es doof aus.

Gruß Timba

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Geht das auch mit einer Bodenplatte die ich Stück für Stück dann bemalen könnte?

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Hi Jokoho

Die Transparenz der Textur der Ebene lässt sich einstellen. Dadurch kann sie wie pauspapier benutzt werden. Auf die Bodenplatte kann kein .jpg als gesamt Textur gebracht werden, wohl ABBA alle möglichen Texturen die beim "anmalen" gebraucht werden.

Cheers

Tom

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Hallo Jonathan,

die von @Timba beschriebene Methode ist mit Sicherheit die einfachere und für den Anfang auch völlig ausreichend, Wenn Du dann aber irgendwann auf Deiner Anlage das Höhenprifil realisierst, kommst Du mit der einfachen Ebene nicht mehr weiter, weil diese dann entweder "in der Luft hängt" oder von den Erhebungen Deines Anagenprofils überdeckt wird. Da wirst Du dann nicht mehr umhin können, die Karte direkt auf die Bodenplatte aufzutragen. Ich habe dies auch bei meiner Gotthard-Anlage praktiziert und kann Dir daher zumindest die Maße sagen, die ich dabei verwendet habe. Diese musst Du dann eben an Deine vorgegebenen Maße anpassen. Damit müsstest Du dann Deine Karten-Vorlage auch maßstabsgetreu auf die Bodenplatte (und damit auch auf das 3-dimensionale Landschaftsprofil) übertragen können.

Hier nun meine Vorgehensweise:

  1. Größe der Bodenplatte bestimmen.
    Bei mir hat die quadratische Bodenplatte eine Größe von 8000 mm x  8000 mm. Die Rastergröße meiner Bodenpkatte beträgt 10 mm, woraus sich eine Gesamtmatrix von 801 x 801 Rasterpunkten ergibt. Ich kann im Nachhinein nicht mehr beurteilen, ob die Rastergröße bei der Anpassung der Kartenvorlage auf die Bodenplatte eine Rolle gespielt hat. Ich gebe sie daher hier einfach sicherheitshalber mit an.
     
  2. Größe des Vorlagenbilds (der aufzutragenden Textur) festlegen.

    Wassen_Topokarte.thumb.jpg.da072eb8f5ef228508773d5e054979dc.jpg

    Ganz wichtig: Das Bildformat der Textur (Relation von Höhe und Breite, aber nicht die Größe) muss exakt mit dem Format Deiner Bodenplatte übereinstimmen. In meinem Beispiel habe ich als Bildgröße der Textur 2000 x 2000 Pixel (1/4 der realen Palttengröße) gewählt. Dort wird nun die Karte verzerrungsfrei eingepasst.
     
  3. Texturformat für das Modellbahn-Studio an erlaubtes Kantenformat anpassen.
    Diese Textur muss nun in den Texturen-Katalog des Modellbahn-Studios (in Deinen lokalen Katalog) hochgeladen werden. Weil das Modellbahn-Studio aber nur 2er-Potenzen als Kantenlängen akzeptiert, muss die Textur auf 2048 x 2048 Pixel vergrößert werden. Beachte aber bitte, dass Du nur das Format, aber nicht das Bild selbst änderst. Deine Textur sieht deshab nach der Anpassung der Bildkanten-Längen so aus (beachte bitte die hellgraue Bildbegrenzungslinie rechts und unten):

    Wassen_Topokarte_MBS.thumb.jpg.94baef6cc411a07c28129cecab1c040e.jpg
     
  4. Textur auf Bodenplatte auftragen.
    Zum Bemalen der Bodenplatte mit der in den Texturenkatalog hochgeladenen Textur gehst Du nun wie folgt vor:

    Wassen_3D-Profil.thumb.jpg.a2bdd0f55348c7766da054ab0fd59d71.jpg

    Lies zunächst die Textur mit dem im Eigenschaftsfenster unter Texturen eingekreisten Button ein. Sie wird dann im daneben befindlichen Fenster ausschnittsweise angezeigt. Wähle dann die Eigenschaften des Pinsels aus (Größe möglichst groß, damit Du die Platte mit wenigen Pinselstrichen ausmalen kannst. - bei dieser Größe genügt schon ein Klick auf die Bodenplatten-Mitte, kein Verlauf; volle Deckkraft; als Form nehme ich immer das Quadat). Schalte dann ganz unten den Zeichenmodus ein und klicke auf die Bodenplatte (oder streiche darüber). Nun hast Du die Textur auf die Bodenplatte aufgetragen. Schalte nun den Zeichenmodus wieder aus.

    Allerdings stimmt nun in den meisten Fällen die Größe des Texturauftrags noch nicht. Entweder ist die aufgetragene Textur zu klein (dann siehst Du sie vielfach neben- und untereinander) oder zu groß (dann siehst Du nur einen kleinen Ausschnitt der Textur). Jedenfalls wird die Textur immer an der linken oberen Ecke der Bodenplatte ausgerichtet.

    Benutze nun den Schieberegler ganz rechts, um die Größe der Textur an die Bodenplatte anzupassen. Dies geht leider nur in festen Schritten, weshalb es wichtig ist, dass die Relation zwischen der Größe der Bodenplatte und jener der Originaltextur (siehe das erste Bild) "stimmt". In meinem Fall bekomme ich ich die korrekte Überdeckung der Bodenplatte durch die Textur bei einer Skalierung von 0,08 (siehe die Einkreisung rechts unten).

    Wenn Du dann auf Deiner Bodenplatte das Höhenprifil änderst, macht die aufgetragene Textur diese Höhenänderung mit. Du siehst sie also immer auf der Oberfläche Deines Landschaftsprofils.

Probiere deis einfach mal aus. Möglicherweise musst Du bei der Größe Deiner Textur, die Du auftragen möchtest, etwas herumspielen. Aber prinzipiell solltest Du den Auftrag der Landkarte auf Deine Bodenplatte so hinbekommen.

Viele Grüße
BahnLand

 

 

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Hallo Jonathan,

anbei als Nachtrag noch ein Beispiel mit einer nicht quadratischen Bodenplatte:

Hier hat die Bodenplatte eine Größe von 8000 mm x 6000 mm. Die Größe des Vorlagen-Bildes (ebenfalls im Kantenverhältnis 4:3) hat eine Größe von 2000 x 1500 Pixeln.

Amsteg_Topokarte.thumb.jpg.4d3824fcecef6d641821380a4090d953.jpg

Auch hier muss die Textur vor dem Hochladen in das Modellbahn-Studio auf Kantenlängen in 2er-Potenzen gebracht werden, sodass auch diese Textur letzendlich eine Größe von 2048 x 2048 Pixeln besitzt.

Amsteg_Topokarte_MBS.thumb.jpg.2d316b0226c8d39e460a14425eacd75a.jpg

Diese wird dann genauso wie beim vorherigen Beispiel beschrieben auf die 8000 mm x 6000 mm - Bodenplatte aufgetragen.

Amsteg_3D-Profil.thumb.jpg.302b3736982c4e567cd6d6b55494b051.jpg

Viele Grüße
BahnLand

 

Edited by BahnLand

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Hallo @BahnLand

vor 3 Minuten schrieb BahnLand:

Auch hier muss die Textur vor dem Hochladen in das Modellbahn-Studio auf Kantenlängen in 2er-Potenzen gebracht werden, sodass auch diese Textur letzendlich eine Größe von 2048 x 2048 Pixeln besitzt.

Muss die Textur in beiden Dimesionen dieselbe 2er-Potenz haben oder geht auch z.B. 1024 x 2048 ?

Gruß Timba

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Hallo @Timba,

die Kanten einer in das Modellbahn-Studio hochzuladenden Textur (oder auch einer einem MBS-Modell zuzuweisenden Textur) können durchaus verschieden lang sein. Nur müssen beide die 2er-Potenz-Regel erfüllen. 1024 x 2048 Pixel für eine Textur sind also durchaus zulässig. Meine "Basiskarte" mit einer Höhe von 1500 Pixeln passt aber in eine Kantenlänge von 1024 Pixeln nicht rein, weshalb ich auch da die 2048 Pixel hernehmen musste.

Viele Grüße
BahnLand

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Ja, ist klar. Ich vermute, dass der Auftrag einer 2048 x 2048 Textur auf eine 8000 x 6000 Platte verzerrt wird, um sie auf die Größe einzupassen. Dann müsste die Textur vorher in einer Richtung etwas komprimiert werden, damit sie nachher wieder passt, oder? (Falls du überhaupt verstehst was ich meine. Ist etwas schwofelig formuliert.)

Gruß Timba

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Hallo @Timba,

das ist es ja gerade: dei Textur darf nicht wie ein Gummituch auf das 2er-Potenz-Format aufgezogen werden. Dies würde tatsächlich zu einer Verzerrung der Landkarte auf der Bodenplatte führen. Deshalb ist auch der auf die 2er-Potenzen ausgedehnte Bereich weiß. Nun könhte man aber schlussfolgern, dass zumindest bei der quadratischen Bodenplatte das Kartenbild auf die 2er-Potenz ausgedehnt wird. Dann bekommen wir aber beim Auftragen der Textur auf die Bodenplatte Probleme, weil die mögliche Skalierung mit dem Schieberegler nur bestimmte Skalierungsfaktoren zulässt. Die 2000x2000 bzw. 2000x1500 Pixel meiner Vorlagen-Landkarten sind also in Relation zur vorgegebenen Bodenplatten-Größe 8000x8000 bzw. 8000x6000 mm durchaus bewusst so gewählt, damit im Nachhinein die Karte "kantengenau" auf die Bodenplatte aufgezogen werden kann.

Viele Grüße
BahnLand

Edited by BahnLand

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Hallo @BahnLand,

irgendwie hatte ich das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, bzw. dass ich dir nicht ganz folgen konnte. Darum habe ich das Ganze mal spaßeshalber ausprobiert. Nun ist mir das Missverständnis klar: Ich war von der irrigen Annahme ausgegangen, dass die Landkarte auf die Bodenplatte gestreckt wird, wenn sie nicht den Maßen der Platte entspricht. Das ist natürlich Blödsinn. Tatsächlich wird die Textur gekachelt aufgetragen. Dann kann natürlich nix verzerren. In dem Fall muss man nur ausprobieren, wie man mit den Skalierungsfaktoren hinkommt, damit die Textur am Ende "kantengenau", wie du es nennst, liegt. Jetzt ist mir alles klar.

Viele Grüße
Timba

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hallo @BahnLand,

also ich finde das mit der karte eine super tolle Idee (y) ...das habe ich schon auf deiner Gotthard anlage bewundert(y) … nuuuur und jetzt kommt wieder der nichtsagende schlagerfuzzi blick:o … und ich muss ganz ehrlich eingestehen, dass ich da wiederum nur voll ins leere blicken kann und überhaupt keinen blassen schimmer habe, wie du das gemacht bzw so hingebracht hast ??? … ist mir voll und ganz ein rätsel … mich würde das schon mal intressieren, wie du das alles so gemacht hast … gibt es hierbei irgendeine schritt für schritt Anleitung, wie und wo man das alles nach und nach erlernen kann ? … vielleicht hast du ja mal zeit, lust und intresse, mal so einen kleine mbe anlage hier einzustellen … sorry, dass ich nerve :$… aber das ist schon krass, was ihr hier im MBS so alles rausbekommt … und wie ihr auf solche Details hier kommt … schönes restliches Ostern noch … gruß schlagerfuzzi ( Wolfgang )

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vor 3 Stunden schrieb schlagerfuzzi1:

gibt es hierbei irgendeine schritt für schritt Anleitung, wie und wo man das alles nach und nach erlernen kann ? 

Halbwegs getreu der Monopoly Spielregeln sollte man hier sagen: " geh auf Los (in diesem Fall @BahnLand's erster Beitrag nach meinem) und lese dir alles gut durch was er von da an schreibt. Falls du die frage danach immer noch stellst: gehe direkt ins Gefängnis"

Cheers

Tom (für den das auch neu war;))

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Hallo @BahnLand

vor 8 Stunden schrieb BahnLand:

Ich kann im Nachhinein nicht mehr beurteilen, ob die Rastergröße bei der Anpassung der Kartenvorlage auf die Bodenplatte eine Rolle gespielt hat. Ich gebe sie daher hier einfach sicherheitshalber mit an.

für dich zur Erinnerung und für die anderen als Information: Die Rastergröße spielt keine Rolle. Ich habe gerade mal eine Weile damit experimentiert, weil ich das vielleicht demnächst mal einsetze und wollte deshalb schon mal ein paar Daten haben.

Eine Textur von 2048 px Kantenlänge passt auf eine Bodenplatte mit 2000 mm Kantenlänge bei Skalierung 1 genau 3 mal hinein. Will man die Textur genau einmal haben, wäre das Skalierung 0,3333. Da das nicht geht, müsste man sich für 0,32 oder 0,34 entscheiden und schon geht die Rechnerei los, weil's nicht mehr exakt passt. Aber mit diesen Daten bekommt man es gut hin, denn wer einen Computer besitzt hat auch ein Werkzeug, das rechnen kann. ;)

Gruß Timba

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Hallo,

anbei noch ein paar grundlegende Erklärungen zum prizipiellen Auftrag einer Textur auf eine Bodenplatte.

Möchte man eine Textur nicht als Kachel, sondern als einzelnes Bild über eine komplette Bodenplatte legen, muss man verstehen, auf welche Art und Weise eine Textur beim Auftrag durch den Anwender tatsächlich auf der Bodenplatte abgelegt wird. Das Verhalten ist dabei "ziemlich eigentümlich". :/

Vorgegeben sei eine Bodenplatte von der Größe 2000 x 2000 mm bei einem eingestellten H0-Maßstab.

314625491_11Bodenplatte2000x2000.thumb.jpg.0a09be63de7426729a8f35e70eb35609.jpg
Bild 1:  Bodenplatte der Größe 2000 mm x 2000 mm im Maßstab 1:87 (H0)

Diese Platte wollen wir mit einer Textur belegen, für welche ich als Motiv ein Smiley mit gevierteltem quadratischem Hintergrund ausgewählt habe.

2079359782_12Smileys.thumb.jpg.5de634e4cf44949fb9156097c034575c.jpg
Bild 2:  Quadratische Smiley-Textur in den Größen 1024 x 1024, 512 x 512 und 32 x 32 Pixel         

In einem ersten Versuch legen wir die große Smiley-Textur auf die Bodenplatte, wobei im Eigenschaftsfenster der Bodenplatte ganz rechts der Skalierungsweb 1,0 eingestellt ist.

134600791_13Smiley_1024.thumb.jpg.88826e4503141fc24206671b6c32867e.jpg
Bild 3:  3x3-Kachelung der Textur mit 1024x1024 Pixeln auf der 2000 mm x 2000 mm großen Bodenplatte

Verwendet man anstatt der 1024x1024-Pixel-Textur die kleinere mit nur 512x512 Pixeln, bekommt man dasselbe Bild. Denn unabhängig von der Textur-Größe wird diese beim Auftragen auf die Bodenplatte mit jeweils 2000 mm Kantenlänge in beiden Richtungen genau 3-mal eingepasst.

712759576_14Smiley_32.thumb.jpg.8f28cda9da2ac21d2c81ab7c119c2d7e.jpg
Bild 4:  3x3-Kachelung der Textur mit 32x32 Pixeln auf der 2000 mm x 2000 mm großen Bodenplatte

Dies sieht man besonders deutlich, wenn man das winzige Texturbild mit nur 32 Pixeln Kantenlänge verwendet. Auch dieses wird so weit auseinandergezogen, dass die Bodenplatte in jeder Richtung mit genau 3 Texturkacheln ausgefüllt wird.

Hier kann man insbesondere deutlich erkennen, dass die Auflösung des mit der Textur auf der Bodenplatte abzulegenden Bildmotivs unmittelbar von der Motivgröße in der Textur abhängt. Wird ein Motiv in einer kleinen Textur dargestellt ist es deutlich unschärfer, als wenn es hochauflösend in einer großen Textur dargestellt wird.

1957372520_15Smileys_21.thumb.jpg.e4e60fe1ec33e25f74a7826552793b35.jpg
Bild 5:  Rechteckige Textur mit 1024 Pixeln Breite und 512 Pixeln Höhe.

Die Darstellung von genau 3 Texturkacheln in jeder Richtung auf einer quadratischen Bodenplatte mit 2000 mm Kantenlänge wird auch dann strikt eingehalten, wenn die Textur ein nicht-quadratisches Rechteckformat besitzt.

1049924505_16Smileys_6x3.thumb.jpg.eaca747697559751ce78b16650c299ef.jpg
Bild 6:  Verzerrung durch ungleiche Dehnung der Textur für eine 3x3-Kachelfüllung

Dies hat zur Folge, dass eine nicht-quadratische Textur beim Auftragen auf die Bodenplatte grundsätzlich verzerrt wird. Deshalb kann ein Bild auf der Bodenplatte nur dann verzerrungsfrei wiedergegeben werden, wenn die Bildtextur ein quadratisches Format besitzt. Daher müssen ursprünglich nicht quadratische Bilder durch Hinzufügen weiterer Flächenteile zu einer quadratischen Textur erweitert werden.  

Wie sieht der Auftrag der Textur nun aus, wenn die Bodenplatte eine andere Größe als 2000 mm x 2000 mm besitzt?

Hierzu versuchen wir nun, die quadratische Textur aus Bild 3 auf eine Bodenplatte mit einer anderen Kantenlänge als 2000 mm x 2000 mm aufzutragen.

117622281_17_Bodenplatte1000x1000.thumb.jpg.1fc84f2d3efb926f5a2abef0a037350c.jpg
Bild 7:  Texturierung einer Bodenplatte mit Kantenlänge 1000 mm in beiden Richtungen

Wird die Kantenlänge der Bodenplatte in jeder Richtung halbiert, werden auch nur noch 1,5 Kacheln in jede Richtung aufgetragen, wobei man hier erkennen kann, dass die Textur grundsätzlich in der oberen linken Ecke der Bodenplatte angesetzt wird. Würde man stattdessen die Kantenlänge der Bodenplatte jeweils auf 4000 mm verdoppeln, würden auch in jeder Richtung 6 Texturkacheln auf der Bodenplatte platziert. Die Grundeigenschaft, dass bei einem Skalierungsfaktor 1 immer 3 Texturkacheln in jeder Richtung genau eine Bodenfläche von 2000 mm x 2000 mm ausfüllen, ist also unabhängig von der tatsächlichen Größe der Bodenplatte immer gültig.

Kehren wir nun zur ursprünglichen quadratischen Bodenplatte mit Kantenlänge 2000 mm zurück, und belegen diese wieder mit unserer quadratischen Smiley-Textur (Bild 3). Wenn wir nun die Skalierung im Eigenschaftsfenster der Bodenplatte auf 0,5 stellen, erhalten wir dieselbe Darstellung wie in Bild 7, aber eben auf der Bodenplatte mit Kantenlänge 2000 mm. Dies bedeutet, dass der Skalierungsfaktor genau entgegengesetzt wirkt:  Ein Skalierungsfaktor 0,5 bedeutet nicht, dass die Darstellung der Textur auf der Bodenplatte auf die halbe Größe geschrumpft wird, sondern dass sie soweit vergrößert wird, dass nur noch die halbe Texturfläche gegenüber dem Skalierungsfaktor 1 auf derselben Bodenplattenfläche (in jeder Richtung) angezeigt werden kann.

1869540387_18Faktor_2.thumb.jpg.083191498abe4a15eea1a8309255630f.jpg
Bild 8:  Verdoppelung der angezeigten Texturkacheln in jeder Richtung bei Skalierungsfaktor 2

Entsprechendes gilt natürlich auch bei einer Erhöhung des Skalierungsfaktors: Ein Skalierungsfaktor 2 bedeutet, dass auf derselben Bodenplattenfläche in jeder Richtung doppelt so viele Texturkacheln untergebracht werden können als beim Skalierungsfaktor 1.

Was bedeutet das nun für die Bestimmung eines geeigneten Skalierungsfaktors, um eine vorgegebene Textur auf genau einer bestimmten Bodenplattenfläche abzubilden? Hierzu sei noch einmal die Landkarten-Textur aus diesem Beitrag betrachtet. Das auf eine Bodenplatte der Größe 8000 mm x 8000 mm aufzutragende Landschaftsbild besitzt eine Größe von 2000x2000 Pixeln. Weil eine Textur nur 2er-Potenzen als Kantenlängen besitzen darf, wird die Textur auf 2048x2048 Pixel vergrößert, indem rechts und unten ein weißer Rand von 48 Pixeln Breite hinzugefügt wird. Da auf einer Länge von 2000 mm auf der Bodenplatte grundsätzlich 3 Texturkacheln eingefügt werden, werden auf der Bodenplatte mit 8000 mm Kantenlänge in jeder Richtung bei einem Skalierungsfaktor 1 jeweils 12 Textur-Kacheln dargestellt. Bei einer Texturgröße von 2048 Pixeln sind dies insgesamt 24576 Pixel. Da die Bodenplatte aber mit dem 2000x2000-Pixel-Bild vollständig ausgefüllt werden soll, muss der Skalierungsfaktor auf 2000/24576 = 0,08138 reduziert werden. Da der Skalierungsfaktor aber nur in 0,02-Schritten geändert werden kann, wird er auf 0,08 eingestellt.  Da beim Skalierungsfaktor 3 Texturlängen (zu je 2048 Pixeln) genau 2000 mm auf der Bodenplatte ergeben, werden die 2000 Pixel des eigentlichen Kartenbildes bei einem Skalierungsfaktor von 0,08 auf eine Bodenplatten-Länge von 2000 mm * 2000 Pixel / 2048 Pixel / 3 / 0,08 = 8138 mm abgebildet. Das ist eine Abweichung von 138 mm vom Sollwert 8000 mm, mit der man leider leben muss.

Die obigen Angaben beziehen sich alle auf einen eingestellten Maßstab H0 (1:87).

Viele Grüße
BahnLand

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Hallo @BahnLand

super, dass du das Experiment fortgeführt hast. (y) Dass auch kleinere Texturen immer nur 3 mal in 2 Meter eingepasst werden hätte ich nicht erwartet. Gut zu wissen.

Aber in einem Punkt möchte ich dir doch noch widersprechen:

vor 4 Stunden schrieb BahnLand:

Das ist eine Abweichung von 138 mm vom Sollwert 8000 mm, mit der man leider leben muss.

Damit muss man nicht leben. Wenn man die Rechnung rückwärts macht kommt man zu dem Ergebnis, dass die Karte auf der 2048er Textur nicht 2000 x 2000 px sein sollte, sondern 1966 x 1966 px. Es ist ja nicht schwer eine Grafik entsprechend zu skalieren, bevor man sie auf das geforderte Maß von 2048 x 2048 px auffüllt und der Qualitätsverlust beim Skalieren ist vernachlässigbar. Es mag ja Fälle geben, wo die 138 mm keine Rolle spielen, in anderen Fällen, z.B, um in eine fertige Anlage nachträglich etwwas einzufügen, ist man meist auf eine ziemliche Präzision angewiesen. Da sind 138 mm oft ein NoGo. Man muss im Einzelfall entscheiden, welches der jeweils bequemere Weg ist.

Viele Grüße
Timba

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Hallo,

sorry, wenn ich mich hier einmische. Die Topografische Karte habe ich auf der Bodenplatte (Rastergröße 10) muss ich jetzt jeden Rasterpunkt einzeln den Höhenwert zuweisen oder gibt es eine elegantere Möglichkeit das Höhenprofil anzulegen. 😳

Gruß Axel

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Hallo Axel,

darüber habe ich auch schon sinniert. Ich fürchte, man muss tatsächlich jeden Rasterpunkt einzeln zuweisen. Das kann man etwas vereinfachen, indem man alle Rasterpunkte, die auf derselben topografischen Höhenlinie liegen, selektiert und gemeinsam auf Höhe bringt, aber letztendlich ist es ein Höllenaufwand. Eine Automatik fällt mir noch nicht ein.

Gruß Timba

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Hallo zusammen,

auch ich habe bei meiner Gotthard-Anlage die Höhenlinien alle von Hand abgezeicnnet und mit dem jewels gültigen Höhenwert versehen. Es ist wirklich eine "Höllenarbeit".

vor 2 Stunden schrieb Timba:

Damit muss man nicht leben. Wenn man die Rechnung rückwärts macht kommt man zu dem Ergebnis, dass die Karte auf der 2048er Textur nicht 2000 x 2000 px sein sollte, sondern 1966 x 1966 px.

Du hast Recht. Ist doch schon eine Weile her, dass ich die topographischen Karten-Texturen erstellt habe. Ich hatte diese tasächlich entsprechend verkleinert. Darum haben die Höhenlinein letztendlich an den Bodenplatten-Kanten auch tatsächlich zusammengepasst :x (das sollen keine Herzchen, sondern Schweißtropfen sein ;)). 

Viele Grüße
BahnLand

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Moin,

folgendes habe ich gemacht nachdem die Textur auf der Bodenplatte (H0 2000x2000mm) war habe ich die Höhenlinien nach und nach alle angehoben, die Höhe der Anhebungen je 15mm (Foto1). Dann habe ich das Bodenplatten Raster auf 40mm gesetzt, das Ergebnis finde ich gar nicht so schlecht (Foto 2). Gleise und Straßen im Maßstab T (1:480) passen nicht ganz aber das finde ich nicht so schlimm.

2.thumb.jpg.d8976a1f310ba7d6f21b6040cf106e1b.jpg

1.thumb.jpg.5d3aea748544853f98e511a671bcd2fc.jpg

Gruß Axel

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Hallo Axel,
sehr schön! Aber mit den ganzen Terassen sieht das alles irgendwie sehr asiatisch aus. Da fehlt dann noch eine ordentlich Glättung.
Wenn Du die Vorlage (also die Fortschritte, die die Bilder zeigen) noch hast, halte sie sicher. Es könnte sein, dass ich da mal drauf zurückkomme, um das über CVS-Daten extern mal zu glätten. Nur müßte ich dafür noch ein Programm schreiben. Da bin ich momentan zu faul für. Ich hoffe ja, dass sich das wieder ändert.

Gruß
  Andy

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vor 41 Minuten schrieb Andy:

Nur müßte ich dafür noch ein Programm schreiben.

Ich habe das schon. ;)

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Hallo Axel,

hast du beim Anheben ein anderes, feineres Raster gehabt? Jedenfalls finde ich den Glättungseffekt durch die Rasteränderung auf 40 schon sehr ansehnlich. Wenn ich mein Glättungprogramm über die Landschaft pflügen lasse ist mir der Effekt schon wieder fast zu stark. Ich werde das auf jeden Fall bei meinem nächsten Berg ausprobieren.

Gruß Timba

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